Mentales Fasten

..ist leichter gesagt als getan. In einer Welt, in der jeder funktionieren soll, in der Schwächen unerwünscht sind, in der die Ansprüche an sich selbst oft zu hoch sind, ist es umso wichtiger, innezuhalten und sich zu fragen: Bin ich zufrieden mit meinem Leben, oder gibt es Sachen, die mich belasten? Dann heißt es loslassen…

Wenn Sie sich entschieden haben, eine mentale Fastenkur durchzuführen, so haben Sie sich selbst sicher schon Gedanken darüber gemacht, welcher Ihr persönlicher Ballast ist, den Sie loswerden wollen. Hierfür eignet sich eine aktuelle Bestandsaufnahme der persönlichen Situation.

Bestandsaufnahme

Lass los, was deine Seele belastet

Unser Leben scheint voll von alltäglichen Problemen, kein Tag vergeht, an dem wir uns nicht sorgen oder ängstigen. Veränderungen scheinen uns schwer zu fallen, denn wir sind gefangen in altbekannten Mustern, die zum Teil noch aus unserer Kindheit stammen. Wir stecken fest in den eingefahrenen Wegen unserer Beziehungen, wir klammern uns an lieb gewonnenen Gewohnheiten. Auch wenn wir mit ihnen auf Kriegsfuß stehen, ziehen wir dieses vertraute Leben einem unbekannten aber vielleicht besseren vor.


Solange uns jede Veränderung als Bedrohung erscheint, schließen wir Verbesserungen aus unserem Leben aus. Lieber halten wir am Alten fest, anstatt Neues zu riskieren und unser Leben zu entschlacken. Aber worum geht es uns wirklich? Was wollen wir ungern loslassen? Um eine Veränderung anzugehen, schauen wir uns zunächst den Status Quo an: Wo stehen wir? Was ist uns wirklich wichtig, was nützt uns in unserem Leben und was bremst, blockiert, hindert uns am Weiterkommen?

Denn Fakt ist: Es kann nichts Neues in unser Leben kommen, wenn nichts Altes geht! Erst wenn wir das ein oder andere loslassen, wenn wir unser Leben „verschlanken“, machen wir Veränderungen und Entwicklungen möglich. Hinsichtlich des Lebensalltags zu fasten heißt, sich zunächst einmal darüber klar zu werden, wovon wir genug haben und was uns nicht guttut. Dann erst können wir und auf das wirklich Wichtige besinnen und das, was uns bremst und am Weiterkommen hindert, loslassen. Also packen wir´s an!

Die drei Schritte des mentalen Fastens

Lass los, was deine Seele belastet

Für eine mentale Fastenkur bieten sich unzählige Bereiche an, die dringend „entschlackt“ werden sollten, sei es im Privatleben, im Job oder in der Freizeit. Hier bietet es sich an, jeweils nach folgendem Schema vorzugehen:


1.    Selbsterkenntnis
-    Was ist mir selbst zu viel?
-    Wo sitzt mein mentaler Ballast?
-    Was wäre ich gerne los?
-    Was will ich verändern?
-    Welchen Ballast würde ich als Erstes loslossen?

2.    Loslassen

-    Das Zuviel reduzieren und loslassen
-    Mit Symbolen arbeiten
-    Fastentage einlegen

3.    Verändern

-    In Zukunft bin ich bewusster.
-    Ich lasse Leere in meinem Leben zu.
-    Ich lasse nichts Neues in mein Leben, bevor nicht etwas Altes gegangen ist.
-    Ich verzichte bewusst immer wieder auf Sinnesreize.
-    Tritt etwas Neues in mein Leben, frage ich mich, ob ich es zum Überleben brauche. Tut es mir gut?


Zum Schluss noch eine einfache Formel, die mehr Gelassenheit und Glück ins Leben bringt: LOVE IT, CHANGE IT OR LEAVE IT (Liebe es, ändere es oder lass es los)

Freunde dich mit einer Situaton an, und falls du das nicht kannst, dann versuch, sie zu verändern. Falls auch das nicht gelingt, dann lass sie los!

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