Susanne Fröhlich macht Yoga

Über das Eintauchen in die Yoga-Welt

Moppel-Ich und Yoga? Wie soll das bitte gehen? Susanne Fröhlich hat es ausprobiert und ihre Erfahrungen in einem amüsanten Tagebuch festgehalten. Wie es dazu kam erzählt sie in unserem Interview.

Welche Vorurteile hatten Sie gegenüber Yoga zu Beginn?
Jede Menge! Ich dachte Yoga ist viel Atmen, Rumliegen und dazu ein wenig Gymnastik. Dass Yoga auch ein Sport ist, hätte ich immer bestritten. Ich dachte Yoga sei etwas für sehr Schlanke, sehr biegsame Menschen mit esoterischer Ader...

Welche Rolle spielt(e) Ursula Karven bei Ihrer Annäherung an das Thema?
Ursula Karven hat mich dazu gebracht Yoga zu probieren, mich hartnäckig überredet.

Wie überwindet man am besten seine Hemmschwelle und den berühmten „Schweinehund“?
Einfach nicht so viel darüber nachdenken, sondern machen. In der Zeit, in der man seine Ausrede für eine Viertelstunde Yoga sucht – hat man sein kleines Programm schon absolviert.

Braucht man für Yoga eine esoterische Ader?
Nein, für Yoga braucht man nur eine Yogamatte und die Bereitschaft es zu versuchen... Yoga geht auch ohne jedes Om.

Wie lange dauerte das Projekt und wie viel Zeit haben Sie täglich investiert?
Mein Plan war, mindestens drei Monate Yoga zu üben und das täglich. Immer mindestens eine Viertelstunde.

Wie reagierte Ihre Umwelt auf Ihre Yoga-Versuche?
Ein bisschen spöttisch und ziemlich skeptisch. Genau wie ich dachten die meisten in meiner Umgebung, dass Yoga und ich kein Traumpaar werden würden... Das Ergebnis hat viele überrascht.

Welche körperlichen Effekte hatte Yoga bei Ihnen?
Ich habe Muskeln hervorgelockt, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Ich bin um einiges beweglicher geworden und habe eindeutig eine bessere Haltung. Nach und nach hat sich meine Figur geformt, meine Taille und ich haben ein Wiedersehen gefeiert und ich ahne sogar wo meine Hüftknochen sein könnten. Der Speck musste widerwillig den Muskeln Platz machen...

Welche mentalen Effekte hatte Yoga bei Ihnen?
Ich bin sehr viel entspannter, rege mich nicht mehr so schnell auf und kann mich gut konzentrieren.

Ihre Botschaft an Frauen, die glauben, sie seien zu ungelenk für Yoga?
Genau die Frauen sollten unbedingt Yoga machen. Für Yoga muss man nicht beweglich sein, man wird beweglicher, flexibler und trainiert den ganzen Körper. Das ist das Tolle an Yoga – jeder kann es machen.

Hilft Yoga auch beim Abnehmen?
Eindeutig, jedenfalls bei mir. Yoga verbrennt keine Unsummen an Kalorien, aber Yoga senkt nachweislich den Cortisollevel. Dieses Stresshormon ist ein Hauptverantwortlicher beim Zunehmen. Außerdem hat Yoga, jedenfalls bei mir, gewirkt wie ein GPS im Ernährungsdschungel. Mein Essverhalten hat sich nachhaltig verändert. Ich hatte ganz neue Begierden – Lust auf Obst, Gemüse und Quark.

Warum sollten Frauen, die überhaupt keinen Sport treiben, mit Yoga anfangen?
Weil man mit wenig Aufwand viel bewirken kann. Außerdem ist Yoga für jeden machbar und man erzielt unglaublich schnell Fortschritte – das motiviert und man bleibt dran.

Sollte man regelmäßig ins Studio gehen oder kann man das auch gut alleine mit Buch und/oder DVD erlernen?
Alles ist möglich, das ist das Schöne beim Yoga. Wer achtsam ist und seinen Körper nicht überfordert, kann sehr gut mit DVD und Buch trainieren. Wer nicht gerne allein trainiert, sollte einen Kurs besuchen.

Wie oft und wie lange machen Sie Yoga?
Ich mache weiterhin täglich Yoga. Mal nur eine Viertelstunde, mal länger. Ganz wie es mein Zeitplan erlaubt. Und wie ich Lust habe... Aber eine Viertelstunde geht immer.

Haben Sie eine Lieblingsübung und wenn ja, beschreiben Sie diese.

Ich mag viele Übungen. Besonders den „Kopfstand“ und die „Krähe“. Wahrscheinlich weil es mich Zeit gekostet hat sie zu lernen und ich immer noch stolz bin, es geschafft zu haben.

Was hat das Yoga-Ich dem Moppel-Ich voraus?
Yoga hat mein Essverhalten unbewusst verändert, ohne dass ich darüber nachgedacht habe. Keine Diät, keine Regeln – keine Kontrolle.

Denken Sie nach Ihrem Selbstversuch anders über Yoga, hat es ihr Leben verändert?
Leben verändert ist ein sehr großer Begriff. Aber – Yoga hat mich verändert. Körperlich und auch geistig. Das hat sicherlich Einfluss auf mein Leben.

Kommentare
von Irmgard Buddenhagen am 11.08.2016
Endlich auf den Punkt gebracht!
Liebe Susanne, Sie alles alles auf den Punkt gebracht, ich habe schon eine 1 wöchige Yogareise mit gemacht und bei Sport Spaß in HH auch Kurse besucht, Sie haben es endlich richtig erklärt, danke dafür, werde zu Hause mit dem Buch erstmal weiter üben und dann wieder zum Kurs gehen. Liebe Grüße aus Hamburg Irmgard. Bleiben Sie weiterhin so fröhlich, ich finde Sie einfach toll.
von GU Online Redaktion am 16.08.2016
@Frau Buddenhagen
Liebe Frau Buddenhagen, danke für Ihr nettes Feedback, dass wir sehr gerne an die Autorin weiterleiten. Weiterhin viel Spaß beim Yoga! Ihre GU Online Redaktion
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