Stadt, Land, Hund

Die richtige erziehung der Vierbeiner in der Stadt

Der beste Freund des Menschen hat es schon schwer. Ganz besonders, wenns um ein Leben in der Großstadt geht. An jeder Ecke lauern Gefahren, Menschen sind überall, der Lärm ist beinahe unerträglich und er darf auch nicht rumtollen wo und wie er will. Ist es da nicht unsere Pflicht zu helfen? Sollten wir nicht versuchen all das für unseren Hund so erträglich wie möglich zu gestalten? Zugegeben, wir können nicht alle Stresssituationen verhindern, aber wir können Sie und ihren Hund darauf vorbereiten. Wie das geht? Mit den tollen Übungen aus unserem neuen GU Ratgeber Hundeerziehung in der Stadt.

Und hier können Sie auch schon mal etwas reinschnuppern:

SENSIBLE ANTENNEN
Ein Hund sieht, hört, riecht und fühlt anders als wir. Wer sich das klarmacht, kann besser einschätzen, was ein City-Tag für unseren Vierbeiner bedeutet, und sich dementsprechend darauf einstellen. Mal ehrlich: Spüren Sie nicht auch eine gewisse Anspannung, wenn Sie den ganzen Tag in der Stadt unterwegs waren? Viel gesehen, viel gehört, viel erlebt – uff! Für den Hund ist ein Stadtgang je nach Trainingsstatus voller Stressfaktoren:

  • Straßenverkehr
  • Menschenmengen
  • Hektik
  • Hindernisse
  • Geräusche
  • Stadtklima
  • Weggeworfenes
  • Begegnungen
  • Untergründe
  • Bus-/Bahnfahrten

Und so nimmt der Hund seine Umwelt wahr: Er hat gut 200 Millionen Riechzellen, der Mensch hingegen nur etwa 10 Millionen. Die beim Hund eher seitlich am Kopf gelegenen Augen verschaffen ihm einen Panoramablick von rund 250 Grad. Deutlich besser als Unbewegtes nimmt er Bewegung wahr, mit viel mehr Einzelbildern als der Mensch. Und er hört fantastisch, selbst hochfrequente Töne im Ultraschallbereich registrieren seine scharfen, gegeneinander beweglichen Ohren. Jede Menge Sinneseindrücke also, nonstop – und aus einer ganz anderen Perspektive.

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Die meisten Rüdenbesitzer meinen, Ihr Hund muss immer müssen dürfen, weil es ihm nun mal ein dringendes Bedürfnis ist. Doch oft geht es ihm allein ums Markieren, und das ist in der Stadt vielerorts nicht erwünscht. Weil es ungut riecht, unschön aussieht und unhygienisch ist. Die einfache City-Regel lautet: Beinheben nur am Baum, Busch oder auf Gras – sonst nirgendwo! Die Regel gilt natürlich genauso für Hündinnen. Klar, dass Ihr Vierbeiner vor dem Stadtbesuch genügend Zeit haben muss, sich zu
lösen. Und so trainieren Sie:

1 Wo es kritisch werden könnte, haben Sie Ihren Hund gut im Blick. An seiner Art zu schnuppern erkennen Sie rechtzeitig, was er vorhat. Schon im Ansatz sagen Sie »Weg!« und schieben ihn mit der Hand auf seinem Oberschenkel von besagter Stelle fort.

2 Die nächste geeignete Stelle – Grünstreifen, Bauminsel
– ist Ihre: Führen Sie Ihren Hund dorthin, und gehen Sie einige Schritte mit ihm, bis alles erledigt ist.  Möchte er nun nicht mehr, dann eben nicht, das nächste Grün kommt bestimmt.

FIT FÜR DEN TEST?
Immer mehr Städte fördern den Hundeführerschein mit einem meist einjährigen Erlass der Hundesteuer. In einigen Bundesländern ist er Voraussetzung, um von der allgemeinen Anleinpfl icht befreit zu werden. Ein gewisser Grundgehorsam ist eine gute Vorbereitung
für den Hundeführerschein. Halti oder Maulkorb sind übrigens keine Ausschlusskriterien.
Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor Sie und Ihr Vierbeiner zur Prüfung antreten dürfen:

  • Mindestalter Hund: 12 Monate
  • Ordnungsgemäßer Impfausweis
  • Mindestalter Hundehalter: 16 Jahre
  • Hundehalter besitzt Tierhaftpflicht

Hundeführerscheine gibt es (ähnlich) auch von anderen Institutionen, zum Beispiel vom Verband für das Deutsche Hundewesen e. V. (VDH), vom Bundesverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV) oder von der Interessengemeinschaft (IG) unabhängiger Hundeschulen.
Wichtig: Achten Sie darauf, dass die anbietende Institution, zum Beispiel eine Hundeschule, nach dem neuen Tierschutzgesetz § 11 eine Erlaubnis zur Arbeit mit Mensch und Hund hat – als Mindestkriterium für ein fachkundiges Training.

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