Zurück in die Zukunft

Paleo: Von Jägern, Fischern und Sammlern zwischen Supermarktregalen

Heute ziehen wir zwar nicht mehr als Jäger und Sammler durch die Wälder, die Vorteile der Steinzeitküche dürfen wir aber auch nach einem Einkauf im Supermarkt genießen. Faule Köche hauchen der Steinzeiternährung jetzt neues Leben ein: Mit Martin Kintrups „Paleo für Faule“ entstauben wir das Image von Höhlen-Frühstück und Co.

Paleo entdecken

Back To The Roots: So lautet das Motto der Steinzeitküche. Wer sich paleo ernährt, isst wie unsere Vorfahren in vergangen Zeiten. Der Hintergrund: Stark industriell verarbeitete Produkte mit Farb- und Konservierungsstoffen können negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben – Übergewicht, Entzündungen oder Verdauungsbeschwerden. Mit der Paleo-Ernährung wird nur gegessen, was aus der Natur kommt: Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Fleisch, Fisch und Eier. Zutaten wie Industriezucker, Hülsenfrüchte, Getreide oder Milchprodukte sind vom Speiseplan gestrichen.

Paleo heute: So gehen Sie auf die Jagd

Während der Höhlenmensch seine Beute erst noch erlegen musste, haben wir es heute wesentlich einfacher: Ein Gang in den Supermarkt reicht und schon kochen wir uns bequem zurück in die Steinzeit.

Alle Gerichte aus „Paleo für Faule“ sind in maximal 30 Minuten zubereitet, alle benötigten Lebensmittel schnell eingekauft. Aus den Turbo-Talenten der Zutatenliste lassen sich köstliche Gerichte zubereiten: Eine Portion Hackfleisch wird im Handumdrehen zum Paleo-Burger, eine Dose Thunfisch landet ruck-zuck als Einlage in der Tomatensuppe und eine Packung TK-Spinat verwandelt sich blitzschnell in eine Frittata. Beeren, Bananen und Kakao sorgen sogar für supersüße Dessertträume – ganz ohne Zucker, versteht sich! Hört sich nach Genuss ohne Reue an? Richtig: Wer sich paleo ernährt, lässt ganz nebenbei überflüssige Pfunde purzeln.

Lust „Paleo für Faule“ auszuprobieren? Hier kommt eine exklusive Kostprobe aus unserem Buch.

Paleo-Rezept: Ingwer-Spinat-Suppe mit Pute

Paleo für Faule: Ingwer-Spinat-Suppe

Zutaten für 2 Personen:
1 Stück Ingwer (ca. 20 g)
2 Knoblauchzehen
1 Frühlingszwiebel
3 TL Currypulver
2 – 3 EL Limettensaft
1 – 2 TL Ahornsirup
1 EL Olivenöl
200 ml Kokosmilch
Salz
200 g Putenfleisch (Schnitzel oder Medaillons)
100 g Shiitake-Pilze (ersatzweise Champignons oder Egerlinge)
100 g TK-Spinat (nicht zu Blöcken gepresst, angetaut)
1 TL Dijon-Senf
Pfeffer

Zubereitungszeit: 25 Min.
Pro Person: ca. 200 kcal 27 g E, 7 g F, 6 g KH

Zubereitung:
1. Ingwer und Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Frühlingszwiebel putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden. Vorbereitete Zutaten (bis auf die grünen Zwiebelringe) mit dem Currypulver, 2 EL Limettensaft, 1 TL Ahornsirup und dem Olivenöl in einen hohen Rührbecher geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Nach und nach die Kokosmilch dazugießen und jeweils glatt untermixen.

2. Die Curry-Kokos-Mischung in einem Topf mit 200 ml Wasser zum Kochen bringen, dann mit Salz würzen.

3. Putenfleisch quer in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Shiitake-Pilze putzen und die Stiele komplett entfernen. Die Pilzhüte in dünne Scheiben schneiden. Beides mit dem Spinat in die Suppe geben und darin bei schwacher Hitze 6 – 8 Min. ziehen lassen.

4. Senf und grüne Frühlingszwiebelringe unter die Suppe rühren. Mit Salz und Pfeffer sowie eventuell übrigem Limettensaft und Ahornsirup abschmecken. Die Suppe auf zwei tiefe Teller verteilen und servieren.

Tipp: Diese aromatische Suppe schmeckt statt mit Pute auch mit Garnelen hervorragend. Dafür 200 g TK-Garnelen (geschält) einfach mit dem Spinat in die Suppe geben.

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