Bollyfood Zuhause genießen

Die tausend und ein Gewürze jetzt in der heimischen Küche

EIn Feuerwerk aus Gewürzen, Gerüchen und Farben. Das verbinden wir mit Indien. Und auch die Gerichte werden immer beliebter. Denn wer kennt es nicht? Das klassische Curry oder frisches Naan-Brot. Doch die inidische Küche kann noch viel mehr. Unsere Autorin Cornelia Schinharl nimmt Sie mit auf eine kulinarische Reise zum Subkontinent Indien. Schicken Sie ihre Geschmacksnerven auf eine sinnliche Reise in der heimischen Küche.

Tandoori-Huhn

Tandoori-Huhn

Zutaten
1 Poularde (ca. 1,3 kg; küchenfertig vorbereitet)
8 EL Zitronensaft
1 Stück Ingwer (30 g)
2 Knoblauchzehen
200 g Joghurt
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1 Prise Zimtpulver
1 ½ EL edelsüßes Paprikapulver
1 TL Chilipulver
Salz
2 EL Ghee

Tipp: Tandorri-Huhn ist auch super zum Grillen

Für 4 Personen | 30 Min. Zubereitung | 12–24 Std. Marinieren | 50 Min. Backen
Pro Portion ca. 495 kcal, 50 g EW, 30 g F, 5 g KH


1 Die Poularde enthäuten, mit dem Messer und der Geflügelschere in ca. 12 Stücke teilen, waschen und trocken tupfen. Das Fleisch mit einer Nadel mehrmals einstechen, im Abstand von ca. 1 cm leicht einschneiden und rundum mit dem Zitronensaft einreiben. Fleisch in eine Schüssel legen.

2 Ingwer sowie Knoblauch schälen, fein hacken und mit dem Joghurt im Mixer fein pürieren. Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Paprika- und Chilipulver unterrühren. Mit Salz abschmecken. Poulardenstücke mit Würzjoghurt übergießen und zugedeckt im Kühlschrank 12–24 Std. marinieren, zwischendurch mindestens einmal wenden.

3 Backofen auf 200° vorheizen. Poulardenstücke aus dem Kühlschrank nehmen, abtropfen lassen und nebeneinander in eine ofenfeste Form legen. Dann mit Alufolie abdecken und im Ofen (Mitte) ca. 30 Min. backen. Temperatur auf 225° erhöhen. Ghee in einem Topf bei schwacher Hitze zerlassen. Alufolie entfernen und die Poulardenstücke mit
dem Ghee einpinseln. Ca. 20 Min. weiterbacken, bis das Fleisch gar und leicht gebräunt ist. Dazu passen Zwiebelstreifen, Naan-Brot, Raita und Bio-Zitronenspalten.

Naan-Brot

Naan-Brot

Zutaten:
1/8l Milch
15g frische Hefe
2 TL Zucker
300g Mehl (Type 405) 
Salz 
100g Joghurt
2EL neutrales Öl
Öl zum Bepinseln des Teigs
Mehl zum Arbeiten
2EL Butter

Für 6 Stück  I 30Min. Zubereitung I 1Std. 15Min. Ruhen I 7Min. Backen pro Blech
Pro Stück ca. 225kcal, 7 g EW, 8g F, 39g KH

1 Die Milch lauwarm erhitzen. Die Hefe hineinbröckeln, den Zucker hinzufügen und alles glatt rühren. Das Mehl mit 1 TL Salz in einer Schüssel mischen und eine Mulde in die Mitte drücken.

2
Hefemischung, Joghurt und Öl in die Mehlmulde geben und alles mit den Händen in ca. 5 Min. zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, mit etwas Öl bepinseln und zugedeckt bei Zimmertemperatur ca. 1 Std. gehen lassen, bis sich sein Volumen nahezu verdoppelt hat.

3
Den Teig in 6 gleich große Portionen teilen. Jedes
Teigstück mit leicht bemehlten Händen zu einem länglichen, ca. ½ cm dicken Fladen formen oder ausrollen. Die Butter zerlassen. Zwei Backbleche dünn mit Butter einpinseln und je 3 Fladen auf ein Blech legen. Die Fladen nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen.

4
Inzwischen den Backofen auf 250° vorheizen. Die Fladen mit der restlichen Butter einpinseln und blechweise nacheinander im Ofen (Mitte) jeweils ca. 3 ½ Min. backen, dann die Brote wenden und in ca. 3 ½ Min. fertig backen, bis sie leicht braun sind. Aus dem Ofen nehmen, sofort in ein sauberes Tuch wickeln und bis zum Servieren darin aufbewahren.

Gurken-Raita

Gurkenraita

Zutaten:
1 Salatgurke
1 kleines Bund Minze
300 g Joghurt
1 TL neutrales Öl
½ TL gemahlener Kreuzkümmel Cayennepfeffer
Salz
edelsüßes Paprikapulver

Für 4 Personen | 20 Min. Zubereitung | 1 Std. Kühlen
Pro Portion ca. 75 kcal, 4 g EW, 4 g F, 6 g KH

1 Die Gurke schälen und längs halbieren. Die Hälft en mit einem Löff el entkernen und sehr klein würfeln. Die Minze waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen und fein hacken.

2 Den Joghurt mit dem Öl in einer Schüssel verrühren. Die Gurkenwürfel und die Minze untermischen. Mit Kreuzkümmel, 1 Prise Cayennepfeffer und Salz abschmecken. Die Raita zugedeckt ca. 1 Stunde kühl stellen.

3 Vor dem Servieren nochmals gut durchrühren und mit Salz sowie Cayennepfeff er abschmecken. Mit etwas Paprikapulver bestreut servieren.

Tipp: Schmeckt auch lecker mit Aubergine statt Gurke

Ghee

Ghee

Noch mehr leckere, indische Gerichte finden Sie in unserem neuen Küchenratgeber Indisch Kochen. Guten Appetitt!

Ghee, geklärte Butter, gibt es im Asien- oder Bioladen, dort auch auf pflanzlicher Basis aus Kokosfett. Der große Vorteil: Geklärte Butter verbrennt nicht, man kann sie also gut zum Braten nehmen und hat doch den feinen Buttergeschmack. Ersatzweise gehen auch Butterschmalz oder Öl, die aber weniger Aroma haben. Ghee kann man leicht selber machen: Für ca. 450 g Ghee 500 g Butter würfeln und in einem Topf bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren zerlassen. Die Butter darf nicht braun werden! Die Butter nun leicht schäumend bei schwacher Hitze 30 Min. köcheln lassen. Dann durch ein sauberes Tuch in ein Twist-off-Glas abgießen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank ist das Ghee mind. 3 Monate haltbar.

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