Abenteuer Schwangerschaft

Neun Fragen, die sich jede Schwangere stellt

Sobald der Schwangerschaftstest positiv ist, kreisen tausende von Fragen im Kopf: Ganz Allgemeines, wie „Welche Veränderungen macht mein Körper durch und wie entwickelt sich das Baby in meinem Bauch?“ oder Spezielles, wie „Merken Zwillinge eigentlich, dass da neben ihnen noch jemand ist?“. Egal, was Sie gerade beschäftigt, wenn Sie wirklich ehrliche Antworten wollen, haben wir den perfekten Begleiter für Ihre Schwangerschaft – Claudia Weingärtners Ratgeber „Meine verflixt noch mal schrecklich-schöne, panisch-pralle, gemein-glückliche Schwangerschaft!“.

„Ich bin schwanger!“

Ehrlich und authentisch – so beschreibt unsere Autorin Claudia Weingärtner ihre eigene Schwangerschaft. Als Mutter von Zwillingen weiß die Journalistin aus Erfahrung, wovon sie spricht. Außerdem hat sie sich für ihr Buch mit zahlreichen Experten ausgetauscht, um Sie mit fachlich fundierten Informationen zu versorgen. Und zwar auf den Punkt gebraucht und garantiert ohne Fachchinesisch.

Schwanger!? Viele Fragen – viele Antworten

Von Monat zu Monat bekommen Sie Informationen über die Schwangerschaft und Antworten auf alles, was Sie wissen möchten. Lesen Sie hier exklusiv einen kleinen Auszug aus dem Buch – für jeden Schwangerschaftsmonat eine Frage mit der passenden Antwort unserer Autorin:

Müdigkeit kann ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein.
(c) Michaela Thewes

1. Monat

Woran erkenne ich, dass ich schwanger bin, bevor ich einen Test mache?

Die gängigsten Frühzeichen vor Ausbleiben der Regel sind:

Erhöhte Basaltemperatur, Einnistungsblutung oder dunkler Ausfluss, Ziehen im Unterleib oder leichte Krämpfe, Müdigkeit und Erschöpfung, ungewohntes Geschmacksempfinden, Ekel vor Kaffee, Alkohol und Nikotin; Metallgeschmack im Mund, Spannungsgefühl in den Brüsten, dunkle Verfärbung des Brustwarzenhofes, Übelkeit und Erbrechen, Heißhunger, ständiger Druck auf der Blase, Stimmungsschwankungen und unerwartete Gefühlsausbrüche, erhöhter Speichelfluss, Kopfschmerzen, Schwindel und Schwäche.

Wann darf ich von meiner Schwangerschaft erzählen?
(c) Michaela Thewes

2. Monat

Wem darf ich’s wann erzählen?

Das entscheidet natürlich jede werdende Mama für sich, die nüchterne Antwort auf diese Frage lautet jedoch: In dieser Phase im Optimalfall bloß dem Partner – denn der sichere Hafen ist noch nicht ganz erreicht. Die Heimlichtuerei kann aber Spaß machen, die Beziehung zu Beginn dieses neuen Lebensabschnitts enorm intensivieren.

Im Büro bitte erst nach der 12. Woche mit der Sprache rausrücken. Nur in Ausnahmen ist die Schwangere früher dazu verpflichtet, weil sie Beschäftigungsverbot erhält (zum Beispiel Stewardessen, Erzieherinnen).

Ist Sport in der Schwangerschaft ok?
(c) Michaela Thewes

3. Monat

Muss ich jetzt aufhören, Sport zu machen?

Nein, ganz im Gegenteil! Sich in der Schwangerschaft fit zu halten bereitet nicht nur auf die anstrengende Geburt vor, es tut auch Mama wie Kind gut und vermeidet bei regelmäßiger Betätigung das ein oder andere Fettpölsterchen.

Natürlich gibt es Sportarten, die wegen ihres hohen Verletzungsrisikos nicht ideal sind: Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet auf Skifahren, Klettern, Reiten, Inlineskaten, Ballsportarten wie Basketball, Handball, Tennis und Squash sowie Extremsportarten. Gut hingegen: Schwimmen, (Wasser-)Gymnastik, Radfahren, Yoga, Wandern, Spazierengehen. Umstritten ist, ob Joggen unbedenklich ist.

Wann kann ich das Kind spüren?
(c) Michaela Thewes

4. Monat

Ab wann kann ich mein Baby spüren – und wie fühlt sich das an?

Auch, wenn das Baby seit der achten Woche durch den Bauch turnt: Die meisten Erstlingsmamas spüren die ersten Kindsbewegungen zwischen der 16. und 20. Woche, vorher erreicht das Baby die Bauchdecke in der Regel nicht. Dünne Schwangere und Frauen, die schon einmal schwanger waren, können die Bewegungen insgesamt etwas früher wahrnehmen.

Viele Frauen beschreiben die ersten Kindsbewegungen wie den Flügelschlag eines Schmetterlings, wie ein zartes Flattern, wie ein Blubbern.

Wann baut der Papa eine Beziehung zum Baby auf?
(c) Michaela Thewes

5. Monat

Kann der Papa jetzt schon eine Vater-Kind-Beziehung aufbauen?

Ja und unbedingt! Früher ging man davon aus, dass die pränatale Phase nichts weiter sei als ein mechanischer Prozess. Heute weiß man: Sowohl Embryo als auch Fötus sind lebendige Wesen, die mit ihrer Umwelt im Austausch stehen, und wachsend lernen.

Demnach ist es toll, wenn der werdende Papa schon jetzt so oft wie möglich mit dem Kind spricht – es kann die Stimme irgendwann identifizieren, wird sie nach der Geburt wiedererkennen!

3D- und 4D-Ultraschallaufnahmen - wie realistisch sind sie?
(c) Michaela Thewes

6. Monat

Wie realistisch sind 3D- und 4D-Ultraschall-Aufnahmen?

Bis vor wenigen Jahren gab’s bei den Ultraschall-untersuchungen bloß das typisch krisselige Schwarz-Weiß-Bild mit zweidimensionaler Darstellung des Babys. Beim 3D-Ultraschall werden die Daten zum dreidimensionalen Volumen zusammengesetzt. Inzwischen bieten viele Frauenarztpraxen auch den 4D-Ultraschall an – man könnte ihn auch als Live-3D-Ultraschall bezeichnen, denn bei der 4D-Variante handelt es sich um dreidimensionale Bilder unter Echtzeitbedingungen: Es werden nicht nur statische 3D-Aufnahmen gezeigt, sondern bewegte Sequenzen, die einem Video ähneln. Hier können sogar Gestik und Mimik des Kindes festgehalten werden.

Wieso mache ich mir vor Lachen in die Hose?
(c) Michaela Thewes

7. Monat

Wieso mache ich mir sprichwörtlich vor Lachen in die Hose?

Weil der Fötus auf die Blase drückt – und der Beckenboden nicht nur beim Lachen, sondern auch beim Niesen oder Husten schon mal ein paar Tröpfchen Pipi durchgehen lässt.

Umso wichtiger: Jetzt schon mit dem Beckenbodentraining starten!

Warum bin ich so vergesslich?
(c) Michaela Thewes

8. Monat

Ich bin vergesslicher als meine Urgroßmutter: Was ist da los?

Was häufig unter dem Begriff »Schwangerschaftsdemenz« belächelt wird, lässt sich tatsächlich medizinisch erklären – und zwar so: Unsere Gehirnzellen benötigen als »Nahrung« ausreichend Omega-3-Fettsäuren, um anständig funktionieren zu können. Da das Baby exakt diese Fettsäuren ebenfalls benötigt (zum Beispiel für die optimale Entwicklung der Nerven- und Gehirnzellen sowie der Sehfähigkeit), zapft es gern mal den Vorrat seiner Mama an – und die wird plötzlich vergesslich oder leidet unter Konzentrationsstörungen.

Bei Anzeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung kontaktieren Sie Ihren Arzt.
(c) Michaela Thewes

9. Monat

Kann ich mich vor einer Schwangerschaftsvergiftung schützen?

Leider nein. Die sogenannte Präeklampsie, umgangssprachlich Schwangerschaftsvergiftung, tritt vor allem gegen Ende der Schwangerschaft auf und ist eine schwere Komplikation, die seit Jahrzehnten erforscht wird, deren Ursachen aber noch immer nicht ganz klar sind.
Experten gehen davon aus, dass es zu einer Präeklampsie kommt, wenn die Plazenta nicht richtig arbeitet. Dies scheint genetisch bedingt zu sein: Wenn Mutter oder Schwester ebenfalls darunter litten, ist die Schwangere gefährdeter. Auch übergewichtige Frauen trifft es eher. Da eine Präeklampsie bzw. die verschiedenen Formen im schlimmsten Falle lebensgefährlich für Mutter und Kind werden könnten, ist eine engmaschige Kontrolle wichtig.

Sie haben noch mehr Fragen? Dann bitte hier entlang zum Ratgeber "Meine verflixt noch mal schrecklich-schöne, panisch-pralle, gemein-glückliche Schwangerschaft!". Wir wünschen Ihnen eine wunderbare Zeit und alles Gute für Sie und Ihren Nachwuchs!

Buch-Tipp
Schwangerschaft authentisch wie nie zuvor - das Kinder-Kriegen hautnah erleben. Briefe an die Leserinnen und Tipps machen diese Buch unverzichtbar.
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