Anti-Aging-Mythen aufgeklärt

Warum Genießer doch länger leben

Ein langes Leben mit lauter Verboten – wer hat darauf schon Lust? News aus der Anti-Aging-Medizin machen jetzt Hoffnung darauf, dass wir vielleicht doch nicht auf alles verzichten müssen, was uns Spaß macht.

Fasten, Fitness, Faltencreme: Anti-Aging war bisher nur etwas für Menschen mit eiserner Disziplin. Denn lange hieß es: Wer alt werden will, muss sich vor allem in Verzicht üben. Doch damit ist jetzt Schluss! Der weltweit führende Anti-Aging-Experte Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin (GSAAM) verrät in seinem Buch »Warum Abstinenz die Gesundheit gefährdet und Sex vor Krebs schützt«, wie der Rest deines Lebens nicht nur länger, sondern gleichzeitig auch schöner wird.

Buch-Tipp: Warum Abstinenz die Gesundheit gefährdet und Sex vor Krebs schützt
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Ganz nach dem Motto »Wer nicht genießt, wird ungenießbar« räumt er mit Mythen auf und enthüllt die wirklich wahren Tricks für ein glückliches und gesundes Leben: »Der Weg zu einem langen Leben in guter Gesundheit ist nicht der schmale Pfad der Askese. Es ist ein breiter Boulevard der Möglichkeiten, an dessen beiden Seiten viele aufregende Entdeckungen auf uns warten. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen«, schreibt Kleine-Gunk selbst in seinem Vorwort.

Der lebenspraktische Begleiter mit der Altersstrategie für Genießer

Überraschend, unterhaltsam, wissenschaftlich fundiert – das erwartet dich im Anti-Aging-Ratgeber:
✓ Essen und Trinken – ideal, normal oder ganz egal?
✓ Sport und Bewegung – keine Fitness ohne Fun!
✓ Schlafen und Wachen – Ausgeschlafene leben länger
✓ Lust und Liebe – keine Frage des Alters
✓ Stress und Entspannung – einfach mal lockerlassen
✓ Geist und Gehirn – noch immer auf Trab
✓ Leben und Tod – auch die Unsterblichkeit dauert nicht ewig


Mythos oder Wahrheit? Anti-Aging-Ratschläge unter der Lupe

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Kann ich mich eigentlich schön schlafen und jünger cremen?

»Gibt es eigentlich Schönheitsschlaf? Ja, den gibt’s tatsächlich. Er hat viel zu tun mit dem Einfluss von Schlaf auf unsere Hormone. (...) Molekularer Abfall wird abtransportiert, Zell- und Gewebeschäden repariert, die Eiweißsynthese wird stimuliert. All das hat enorme Auswirkungen auf unsere Haut. Denn auch da sammelt sich reichlich Zellmüll an. Im Schlaf werden auch die schadensanfälligen Eiweiße repariert beziehungsweise neu synthetisiert.

Auch das hat für die Haut weitreichende Konsequenzen. Das Stützskelett unserer Haut besteht nämlich im Wesentlichen aus den sogenannten Strukturproteinen Kollagen und Elastin. Beide Eiweiße sind verantwortlich für die Spannkraft und Elastizität unserer Außenhülle. Im Alter nimmt der Kollagen- und Elastingehalt ab und die verbleibenden Fasern machen einen – im wahrsten Sinne des Wortes – ungeordneten Eindruck. Das gefährdet zwar nicht unbedingt die Gesundheit, es hat aber durchaus unangenehme Folgen. Die ersten Fältchen entstehen und aus denen werden dann rasch Falten. Die Kosmetikindustrie hat darauf reagiert und bietet werbewirksam eine Fülle von Hautcremes und anderen Produkten »mit Kollagen« an. Das hört sich gut an, ist aber leider vollkommen nutzlos. Kollagen ist ein sehr großes und weitverzweigtes Molekül. Die Vorstellung, dieses Molekül könne durch die Haut einziehen und würde sich dann in das bestehende Kollagengerüst einbauen, ist in etwa so realitätsnah wie der Gedanke, bei Hunger könne man sich auch einfach ein Schnitzel auf den Bauch legen und dieses würde dann in den Magen-Darm-Trakt einziehen. Eine durchaus wirksame Möglichkeit, Kollagenschäden zu beseitigen und neues Kollagen aufzubauen, besteht jedoch darin, die körpereigenen Reparatur- und Synthesemechanismen zu aktivieren. Die verrichten ihre Arbeit, das wissen wir inzwischen, vor allem im Schlaf.«

Schönheitsschlaf
(c) Jalag / Kranz, Robin

Überschrift klein

Ist Kaffee für einen gesunden Lebensstil tabu?


»In unseren Breiten lieben die meisten Menschen Kaffee. Meistens trinken sie ihn mit schlechtem Gewissen. Denn auch diesbezüglich ergehen sich selbst ernannte Ernährungsexperten seit Jahrzehnten in Warnungen. Schenkt man ihnen Glauben, so zählt Kaffee zu den sogenannten Genussgiften, die es – wenn überhaupt – nur mit größter Vorsicht und höchstem Misstrauen und in sehr geringen Mengen zu konsumieren gilt.

Die wissenschaftliche Forschung hat den Kaffee längst rehabilitiert. Kaffee ist nicht nur nicht schädlich, sondern er besitzt eine wunderbare Mischung aus höchstwirksamen antioxidativen und antiinflammatorischen Inhaltsstoffen. Die schützen Herz und Gehirn gleichermaßen. Und Koffein, das Kaffeeliebhaber als morgendliches »Hallo-Wach« schätzen, ist sogar ein echter Neuroenhancer, also eine Substanz, die uns besser denken lässt. Auch was die Menge angeht, wurden die Empfehlungen in den letzten Jahren deutlich nach oben korrigiert. Vier bis fünf Tassen Kaffee täglich sind überhaupt kein Problem. Die Italiener wissen das schon immer. Der Espresso zur Mittagspause in der Kleinrösterei, griechischer Mokka nach einem leckeren Essen, Milchkaffee im stylischen wiederverwendbaren To-go-Becher... Genießen Sie guten Gewissens! Nicht so fein ist abgestandener Bürokaffee, und der macht auch eher müde. Aber es gibt für alles Liebhaber ...«

Ist Kaffee für Anti-Aging tabu?
(c) Gräfe & Unzer Verlag / Kramp + Gölling

Sport schützt vor Krankheiten, aber kann man genau angeben, wie viel Sport gesund ist?

»Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es zumindest versucht. Sie empfiehlt pro Woche insgesamt 2,5 Stunden Ausdaueraktivitäten sowie an zwei Tagen ein zusätzliches kurzes Muskeltraining. Bis zu acht Jahren Lebenszeit ließen sich dadurch gewinnen. Was nach Ansicht meines kardiologischen Kollegen auf ein Nullsummenspiel hinausläuft. Er rechnet vor, dass er genau diese zusätzlichen acht Jahre vorher im Fitnessstudio verloren hätte.

Die Rechnung stimmt so allerdings nur, wenn ich die mit Sport verbrachten Stunden tatsächlich als verlorene Lebenszeit betrachte. Wenn ich das, was ich in dieser Zeit mache, mit Freude tue und genieße, ist es eben kein Verlust, sondern ein zusätzlicher Gewinn.«

Wie viel Sport ist gesund?
(c) Gräfe & Unzer Verlag / Rodach, Johannes, Titelfoto: Gräfe & Unzer Verlag / Rynio, Jörn
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