Hippes Soulfood für den Herbst

Mit diesen Trendgerichten kochst du dir kalte Tage schön

Herbst-Blues? Von wegen! Wenn es draußen kühler und dunkler wird, ist das kein Grund für schlechte Laune. Im Gegenteil: Endlich können wir wieder eingekuschelt zu Hause auf dem Sofa sitzen und ohne schlechtes Gewissen genießen, was das Herz begehrt. Wir verraten dir Rezepte für die beste Soulfood-Küche aller Zeiten. Hier kommen echte Trendgerichte aus den neusten GU-Kochbüchern.

Eine Brühe, die macht glücklich!

Brühen haben in der letzten Zeit eine wahre Revolution erlebt. Was noch vor einiger Zeit als Relikt aus Großmutters Tagen galt, ist heute angesagter denn je. Und das vollkommen zu Recht! Brühen sind Geschmacksbooster mit lauter gesunden Inhaltsstoffen: Sie machen fit und halten nebenbei auch noch den Körper in Topform, sodass überflüssige Winterpfunde und unliebsamer Weihnachtsspeck erst gar keine Chance haben, sich auf den Hüften breitzumachen. Kein Wunder also, dass es die Brühen in New York sogar an jeder Ecke als To-go-Variante im Becher gibt. Für Soulfood-Momente par excellence haben wir dir ein japanisches Dashi-Rezept als Kostprobe aus unserem Buch »Brühen vom Feinsten« mitgebracht.

Udon-Nudelsuppe mit Entenbrust und Lauch

Udon-Nudelsuppe mit Entenbrust und Lauch
(c) MONIKA SCHÜRLE UND MARIA GROSSMANN

Zutaten für 4 Personen
2 Entenbrüste (à ca. 350 g)
Salz
200 g getrocknete Udon-Nudeln (ersatzweise vorgekochte Udon-Nudeln)
¼ Stange Lauch, nur der helle Teil
1,2 l Dashi-Brühe (selbst gemacht siehe Tipp)
3 EL helle Sojasauce
2 EL Mirin (japanischer Reiswein)
Shichimi togarashi (japanischer
Chilipfeffer; nach Belieben)
Shiso-Kresse (nach Belieben)

25 Min. Zubereitung
Pro Portion ca. 495 kcal,
39 g E, 18 g F, 38 g KH

Zubereitung
1. Entenbrüste auf der Hautseite mehrfach leicht einschneiden, auf beiden Seiten mit Salz würzen und in einer Pfanne mit der Hautseite nach unten bei mittlerer Hitze ohne Fett anbraten. Sobald die Haut knusprig ist, Entenbrüste auf die Fleischseite drehen und 2 Min. weiterbraten, dann die Pfanne vom Herd nehmen und das Fleisch darin 5 Min. ruhen lassen.

2. Währenddessen die Udon-Nudeln nach Packungsangabe in gesalzenem Wasser kochen, abgießen und auf vier Schalen verteilen. Den Lauch putzen, gründlich waschen und der Länge nach vierteln. Die Lauchstreifen in sprudelnd kochendem Salzwasser ca. 1 Min. kochen, abgießen und zu den Nudeln in die Suppenschalen geben.

3. Die Dashi-Brühe zusammen mit Sojasauce und Mirin in einen Topf geben, erhitzen, jedoch nicht kochen lassen. Entenbrüste mit einem scharfen Messer quer in feine Scheiben schneiden und in die Suppenschalen zu den Udon-Nudeln und den Lauchstreifen geben. Die heiße Brühe angießen. Die Suppe nach Belieben mit Shichimi togarashi würzen und mit Shiso-Kresse garnieren, dann sofort servieren.

Tipp: Für die Brühe 10 g Kombu mit einem Tuch reinigen, anschließend zusammen mit 1 l Wasser in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Sobald der Kombu schwimmt, diesen herausnehmen. Den Topf vom Herd nehmen, 20 g Katsuobushi-Flocken (geräucherte Bonitoflocken) in den Topf geben und auf den Topfboden sinken lassen. Die Brühe durch ein Haarsieb gießen, dabei eventuell das Sieb mit Küchenpapier oder einem sauberen Küchentuch auslegen.

Alles aus einem Topf

Mit coolen One-Pot-Gerichten kannst du auf eine komplizierte Küchenausstattung komplett verzichten. Stell dir vor: Du brauchst nur einen einzigen Topf. In unserem Gericht hat sich sogar eine besondere Trendzutat versteckt – die Jackfruit. Du hast den veganen Fleischersatz noch nie probiert? Dann hopp hopp: In nur 40 Minuten ist das Rezept aus »One Pot Soulfood« zubereitet und kann auf dem Sofa sofort aus dem Topf gelöffelt werden – am besten ganz faul mit der Lieblingsserie im TV und immer noch im Schlafanzug. Bequemer geht’s nicht!

Jambalaya mit Jackfruit

Jambalaya mit Jackfruit
(c) Mona Binner

Zutaten für 2 Personen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Öl
1 grüne Paprika
2 Stangen Staudensellerie
1 TL Tomatenmark
400 ml Gemüsebrühe
150 g Langkornreis
2 TL edelsüßes Paprikapulver
1 Msp. Cayennepfeffer
1 TL getrockneter Oregano
1 TL getrockneter Thymian
150 g stückige Tomaten (aus der Dose)
200 g Jackfruit (siehe Tipp)
½ Bund Petersilie
½ reife Avocado (nach Belieben)
Salz
Pfeffer

Zubereitung: 40 Min.
Pro Portion ca. 540 kcal,
11 g E, 22 g F, 71 g KH

Zubereitung
1. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen und beides darin bei kleiner Hitze ca. 10 Min. anschwitzen, bis es sehr weich und goldgelb (nicht braun!) ist.

2. In der Zwischenzeit die Paprika halbieren, weiße Trennwände und Kerne entfernen, die Hälften waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Sellerie putzen, waschen (dabei das Selleriegrün beiseitelegen) und nach Belieben entfädeln oder mit einem Sparschäler schälen. In Scheiben schneiden. Paprika und Sellerie zur Zwiebel-Knoblauch-Mischung geben und ca. 3 Min. mitdünsten.

3. Das Tomatenmark mit der Brühe verrühren und mit Reis, Gewürzen, stückigen Tomaten und Jackfruit zugeben. Alle Zutaten im Topf verrühren, aufkochen und bei kleinster Hitze zugedeckt 15–18 Min. köcheln, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat und weich ist.

4. Inzwischen das Selleriegrün und die Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Die Avocado (falls verwendet) schälen, entkernen und in Spalten schneiden.

5. Das Jambalaya mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit der Sellerie-Petersilien-Mischung bestreuen und nach Belieben mit Avocadospalten servieren.

Tipp: Auf Sri Lanka wird unreif geerntete Jackfruit traditionell in herzhaften Currys verwendet, und die Textur ist so fleischähnlich, dass manche Touristen nicht glauben konnten, ein vegetarisches Gericht vor sich zu haben. Inzwischen gibt es Jackfruit in Stücke geschnitten bei uns in Dosen oder vakuumverpackt. Wer keine bekommt, kann für das Jambalaya auch (Räucher-)Tofu verwenden.

Süßes für die Seele

Brotauflauf – das klingt irgendwie ein bisschen Old School? Aber nicht doch: Resteverwertung ist gerade wieder richtig angesagt. Schließlich ist das Bewusstsein dafür gewachsen, Lebensmittel nicht gedankenlos wegzuschmeißen. Eine der köstlichsten Möglichkeiten für das Brot von gestern ist unser Kürbisauflauf von heute. Wenn die Seele ganz schnell nach süßem Soulfood verlangt, ist dieses Gericht aus dem brandneuen GU Küchenratgeber »Kürbis« das ideale Happy-Food für trübe Tage – zubereitet mit dem regionalen Saison-Star schlechthin.

Kürbis-Brotauflauf

Kürbis-Brotauflauf
(c) Coco Lang

Zutaten für 4 Personen
250 g Baguette vom Vortag
350 g Hokkaido-Kürbis
250 ml Milch
200 g Sahne
4 Eier (M)
4 EL Zucker
1 TL Zimtpulver
2 Äpfel (z. B. Boskop, ca. 300 g)
50 g Butter
50 g Amarettini (italienisches Mandelgebäck)

30 Min. Zubereitung, 35 Min. Ruhen, 40 Min. Backen
Pro Portion ca. 735 kcal
17 g E, 36 g F, 77 g KH

Zubereitung
1. Baguette in 2,5–3 cm große Würfel schneiden. Kürbis schälen, putzen, Fruchtfleisch in ca. 2 cm lange und ca. 3 mm dicke Stücke schneiden. Milch, Sahne, Eier, Zucker und Zimt mit einem Schneebesen verquirlen. Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und die Viertel in schmale Spalten schneiden.

2. Eine Auflaufform (ca. 20 × 20 cm) mit etwas Butter fetten. Amarettini in einen Gefrierbeutel geben, mit einem Nudelholz grob zerbröseln. Mit ca. zwei Dritteln der Brotwürfel, den Kürbis- und Apfelstücken mischen. In die Form geben, übrige Brotwürfel darüberstreuen. Eier-Milch-Mischung darübergießen und ca. 30 Min. ziehen lassen.

3. Backofen auf 180° vorheizen. Die übrige Butter in Flöckchen schneiden und auf dem Auflauf verteilen. Im heißen Ofen (Mitte) in 35–40 Min. goldbraun backen. Dann ca. 5 Min. ruhen lassen und warm servieren. Dazu passt kalte Vanillesauce oder -eis.

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