Rezept für glutenfreie Brötchen

Leben mit Zöliakie – ohne Genussverzicht

Was ist Zöliakie?

Wer über chronische Beschwerden im Magen-Darm-Bereich klagt (z.B. Durchfall, Blähungen, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit), sollte sich auf mögliche Entzündungen der Darmschleimhaut untersuchen lassen. Denn Zöliakie ist viel weiter verbreitet als bisher vermutet.

Die Zöliakie – gelegentlich auch glutensensitive Enteropathie  oder (einheimische) Sprue genannt – gerät in den letzten Jahren zunehmend in den Blickpunkt der Diagnostik und findet weithin Interesse in der medizinischen Forschung. Lange Jahre sollte es dauern, bis es gelang, den Auslöser der Beschwerden zu identifizieren: das Klebereiweiß Gluten, ein Bestandteil vieler Getreidearten.

Bei Menschen mit Zöliakie reagiert die Darmschleimhaut auf das Gluten aus der Nahrung mit einer Entzündung. Diese entzündlichen Vorgänge bewirken, dass die wichtige, kontinuierliche Zellerneuerung der Schleimhaut nicht mehr möglich ist.

Ob Sie an Zöliakie erkrankt sind, kann nur durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden. Leider gibt es bis heute nur eine Möglichkeit, die Erkrankung zu besiegen: konsequenter Verzicht auf alle glutenhaltigen Nahrungsmittel.

Was Sie essen dürfen

Folgende Lebensmittel sind von Natur aus glutenfrei und somit für eine glutenfreie Ernährung optimal geeignet:

• Glutenfreie Getreide und Pseudogetreide
Amaranth, Buchweizen, Canihua, Hirse/Teff, Mais, Quinoa, Reis
Außerdem: Erdmandelmehl (Chufa), Hanfmehl, Kartoffelstärke, Kastanienmehl, Kichererbsenmehl, Kochbananenmehl, Kokosmehl, Lupinenmehl, Mungobohnenstärke, Reisstärke, Sojamehl, Tapioka, Traubenkernmehl

• Glutenfreie Verdickungs- und Bindemittel
Agar-Agar, Carrageen, Johannisbrotkernmehl, Gelatine, Guarkernmehl, Kuzu, Pektin, Pfeilwurzelstärke, Tarakernmehl, Tragant, Xanthan

• Milch und Milchprodukte
Käse, Milch, Milchprodukte ohne Zusätze

• Fleisch, Fisch und Eier
Frische, unpanierte Fleischstücke, frischer, unpanierter, ungewürzter Fisch, Eier

• Fette
Butter, Margarine, Pflanzenöle

• Obst und Gemüse
Alle unverarbeiteten Obst- und Gemüsesorten

• Gewürze und Kräuter
Reine Gewürze (Kümmel, Muskat, Pfeffer, Salz etc.), alle frischen und tiefgekühlten Kräuter

• Hülsenfrüchte und Nüsse
Alle Hülsenfrüchte, alle Nüsse, alle Kerne und Samen

• Getränke
Mineralwasser, Kaffee, Tee ohne zugesetztes Aroma, Frucht- und Gemüsesäfte ohne Zusätze, Sekt, Wein

• Sonstiges
Ahornsirup, Honig, Konfitüre, Marmelade, Zucker, Soja, Tofu, Senf, Essig ohne Zusätze

Laut EU-Kennzeichnungsverordnung sind Hersteller verpflichtet, das Allergen Gluten auf der Verpackung zu kennzeichnen. Überprüfen Sie bei Produkten, in denen Gluten enthalten sein kann, daher die Zutatenliste sorgfältig auf Gluten oder glutenhaltige Getreide.

Rezept für glutenfreie Sonntagsbrötchen

Für 10 Stück

  • 250 g glutenfreies Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 150 g Magerquark
  • 6 EL Milch
  • 1 Ei (M)
  • 6 EL Sonnenblumenöl
  • je 20 g Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne

 

1 Mehl mit Backpulver und Salz vermischen. Magerquark, Milch, Ei und Sonnenblumenöl verrühren, Die Mischung zum Mehl geben und alles mit dem Knethaken verrühren. Den Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

2 Den Teig in 10 Portionen teilen und mit feuchten Händen Brötchen formen. Stellen Sie eine Schale mit Wasser bereit, in der Sie die Hände immer benetzen können. Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und mit einem Messer kreuzweise einschneiden.

3 Die Brötchen mit Kürbis- und Sonnenblumenkernen bestreuen und im heißen Ofen ca. 25. Minuten backen.

Rezept bei Zoeliakie

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