Dr. med. Martin Marianowicz

Dr. med. Martin Marianowicz

Mediziner und Autor

Martin Marianowicz ist renommierter Mediziner und Autor. Seit 1991 praktiziert er als niedergelassener Arzt in München und setzt sich schon viele Jahre engagiert dafür ein, der OP-Wut in Deutschland Einhalt zu gebieten. Aufgrund seiner langjährigen und umfassenden Erfahrung, kennt er das deutsche Gesundheitssystem sehr gut und hat einen Blick für die Stolperfallen, die darin für Ärzte und Patienten liegen.

In seinem neuen Buch möchte er die Menschen mit seinem Insiderwissen dafür sensibilisieren, welchen Problemen das heutige Gesundheitssystem unterliegt. Marianowicz enthüllt nicht nur die Schwierigkeiten unseres reformbedürftigen Gesundheitssystems, sondern kritisiert außerdem die Steuerung dessen, welche vor allem Lobbyisten unterliegt, und ebenso die entscheidenden Politiker. Er zeigt, wie eine solche Reform des Gesundheitswesens aussehen könnte und wie auch jeder einzelne Patient zur Verbesserung dessen beitragen kann.

Im Vordergrund steht dabei fast immer das kritische Hinterfragen des Patienten im konkreten Fall, wie zum Beispiel bei einer empfohlenen Therapie oder Operation. Aber auch der Einfluss, den jeder einzelne auf die Politik und somit auf die Entscheidungen für das Gesundheitssystem nehmen kann, bleiben nicht unerwähnt.

KONKRETE EMPFEHLUNGEN VON DR.MED. MARTIN MARIANOWICZ

Was sind die wichtigsten drei Punkte, die jeder Patient im Umgang mit seinem Arzt beachten sollte?

1. Ich empfehle Patienten eine kritische Haltung. Sie sollten nicht Ja und Amen sagen, wenn ihnen beispielsweise im Falle von länger anhaltenden Rückenschmerzen eine Operation angeraten wurde. Sie sollten sich informieren und eine Zweit- oder sogar Drittmeinung bei einem Arzt, der für konservative Medizin steht, einholen. Das wird auch bereits von vielen Versicherungen angeraten.

2. Es lassen sich viele der sogenannten Volkskrankheiten, von Herz-Kreislauf-Beschwerden bis Rückenschmerzen, auch auf einen gesundheitsschädlichen Lebensstil zurückführen. Der Patient darf seine Gesundheit nicht beim Arzt abgeben und erwarten, dass er oder sie alles richtet. Operationen können zwar schnelle, aber oft auch nur vorübergehende Abhilfe des gesundheitlichen Problems schaffen, wenn die Ursache nicht behoben ist. Und dafür braucht es Eigenverantwortung des Patienten, der wie gesagt der Chef seiner Gesundheit ist.

3. Patienten, die vor einer Operation stehen, sollten ihren Arzt zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen befragen. Das ist ein Zeitaufwand, der einem die Gesundheit wert sein sollte, angesichts möglicher Risiken und lebenslanger Folgen. Dazu leite ich meine Leser an. Die Kosten für Nach-Operationen, weil beim ersten Eingriff etwas schiefgelaufen ist, bewegen sich übrigens in Millionenhöhe und belasten unser Gesundheitssystem unnötig mit Ausgaben, die sinnvoller in eine präventive Medizin investiert wären.

Das neue Buch

Die Gesundheitslüge

Unser Gesundheitssystem ist eines der teuersten in Europa. Aber hält es auch, was es verspricht? Nein, sagt Mediziner Martin Marianowicz, denn es belohnt nicht Gesundheit oder Heilung, sondern vielmehr Krankheit und Übertherapie. Nicht selten nimmt ein Therapieplan mehr Rücksicht auf die bürokratische Zwänge des Arztes als auf die Bedürfnisse des Patienten. Ärzte und Kliniken sind in einem bürokratischen Korsett gefangen, das den hippokratischen Eid unterwandert. In diesem System kann der Patient nicht durchschauen, ob eine Therapie sinnvoll für ihn ist oder nur gewinnbringend für Ärzte und Krankenkassen.
Die Gesundheitslüge
19,99 

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