Autorenbild WOlf-Dieter Storl

DR. PHIL. WOLF-DIETER STORL

Spezialist für Botanik und Anthropologie

Der Kulturanthropologe, Ethnobotaniker und Autor Wolf-Dieter Storl studierte Botanik und später Anthropologie. Nach dem Studienabschluss wurde er Dozent für Soziologie und Anthropologie und promovierte anschließend zum Doktor der Ethnologie. Danach folgten mehrere Studienreisen, Lehraufträge an internationalen Universitäten sowie ethnografische und -botanische Feldforschungen. Zudem hält er regelmäßig Vorträge und Seminare.

Storl lässt sich bei seinem Schaffen jeher vom Gärtnern und der ursprünglichen Natur inspirieren. Seit 1988 lebt er mit seiner Familie auf einem Einödhof im Allgäu. Dort gärtnert er und widmet sich ganz den Geheimnissen von Heilkräutern und Wildpflanzen.

Das neue Buch

Mein Gartenkalender 2023

In seinem Gartenkalender begleitet Wolf-Dieter Storl mit seinem langjährigen Wissen und seinen Gedanken zu den Jahreszeiten durch das Gartenjahr. Die monatlichen Texte und Hilfestellungen bieten Expertenwissen und Rat und orientieren sich am phänologischen Kalender, dessen Grundlage das Entwicklungsstadium der Natur ist. Hintergrundwissen zu den Pflanzzeiten, wertvolle Pflanzentipps sowie die Orientierung an den Mondphasen erleichtern das Gärtnerhandwerk. Die Kalenderseiten bieten ausreichend Platz für eigene Notizen  und machen den Storl-Kalender zu Ihrem persönlichen Gartentagebuch. Im Jahr 2023 liegt der Fokus auf Storls Tipps und Tricks zum nachhaltigem Gärtnern zum Schutz der Artenvielfalt.

Mein Gartenkalender 2023
19,99 

Der Autor über sein neues Buch

Storl spricht über die Seele der Natur

WO: Stadthalle ISNY /MEMMINGEN

WANN: Am Samstag, 3. September, um 19 Uhr

WIE: Tickets für den Vortrag ab 30 Euro sind ab sofort online hier erhältlich.

WAS: Nach dreijähriger Vortragspause wieder live: Der Isnyer Ethnobotaniker Dr. Wolf-Dieter Storl steht in der Stadthalle Memmingen auf der Bühne. Fundiert und unterhaltsam verrät uns der Bestsellerautor, warum die Nähe zur Natur den Menschen gut tut und was es mit der Seele der Natur auf sich hat. Spazieren, Radeln, Gartenarbeit: Bewegung an der frischen Luft liegt wieder voll im Trend. Die Mediziner des Universitätsklinikums Charité in Berlin sagen: „Sich mit allen Sinnen der Natur zu öffnen und einzulassen ist gesund.“ Warum aber berühren uns die Natur und die Pflanzen? Und wie kann der Aufenthalt in der Natur uns stärken? „Durch Innehalten aus dem schnell fahrenden Zug der Zeit und das Aussteigen aus der Enge des Alltags. Einfach schauen und lauschen“, sagt Wolf-Dieter Storl. Am Vortragsabend verrät der promovierte Völkerkundler das Wichtigste zum Thema Seele aus seinem reichen Erfahrungsschatz. Tief verbunden mit der Natur lebt der Autor am Waldrand. Seit Jahrzehnten erforscht er die Geheimnisse der Heilpflanzen verschiedener Naturvölker. „Unzählige Male hat er sich selbst mit der Kraft der Pflanzen geheilt“, berichten Medien über den Ethnobotaniker. In Memmingen spricht der Experte über das traditionelle Verständnis der Naturvölker und unserer Vorfahren zu Thema Seele und Natur. „Sie gilt als belebt, als beseelt. Die Entfremdung von der Natur ist eine Entfremdung von uns selbst“, schildert er eine Entwicklung, die bei vielen Menschen zu psychischen Problemen führt. „In der Natur fühlen wir uns aufgehoben und als Teil des Ganzen. Es ist die Seele, wenn sie gesund ist, die die Beseeltheit des Universums sieht und die Verbundenheit mit allen Wesen erkennt.“ Die Frage ist: Was ist die Seele? Wie nehmen Naturvölker sie wahr? Und haben Pflanzen eine Seele? Antworten darauf gibt Storl am Vortragsabend, bei dem die Zuschauer gerne Fragen stellen dürfen.

Der Bestseller

Meine Kräuter des Waldes

Eigentlich sind wir alle Waldmenschen. Wir haben es leider im Lauf der modernen Zeiten vergessen und damit unsere kulturelle Identität, unsere Wurzeln verloren. Es gibt aber zum Glück noch Waldmenschen, die dieses Wissen bewahrt haben und mit uns teilen möchten. Wolf-Dieter Storl nimmt uns in „Meine Kräuter des Waldes“ mit auf seine Waldspaziergänge durchs Jahr und lässt uns an seiner Liebe zu den Waldpflanzen teilhaben. Er porträtiert in diesem Buch 30 heimische Waldkräuterpersönlichkeiten: Die charakteristischen Merkmale der Pflanzen, ihre Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten als heilende oder essbare Pflanzen und vor allem ihr Wesen, ihre kulturgeschichtliche Bedeutung für uns Menschen werden dargestellt.
Meine Kräuter des Waldes
22,00 

Talk zum Bestseller Meine Kräuter des Waldes

Hinter jedem Kraut steckt eine Geschichte: Aus den tiefen Wäldern bringt unser Autor Wolf-Dieter Storl oft vergessene Pflanzen wieder ans Licht. Ob Helfer, Heiler oder Rebellen – sie alle werden hier wiederentdeckt und ihre Kräuterpersönlichkeiten vorgestellt. Zusammen mit Nadja Harzdorf van Wickeren (Verlagsleiterin BLV und GU Heimtier, Haus & Garten) spricht Wolf-Dieter Storl auch über seine Arbeit und seine Bücher.

Falls Du beim Online-Live-Event nicht dabei sein konntest, findest du hier die Aufzeichnung des Livestreams!

Unser Verlags-Interview – kurz nachgefragt

 

GU-Verlag: Herr Storl, Sie gelten als der Experte für Selbstversorgung, Naturgarten und spirituellem Wissen zu Pflanzen. Was wollen Sie allgemein in Ihren Büchern vermitteln?

Wolf-Dieter Storl: Ich möchte interessierten Leserinnen und Lesern den Zugang zu dieser Welt geben. Ich möchte ihnen zeigen, dass die Natur nicht nur um uns ist, sondern auch in uns ist und dass wir ohne sie nicht existent wären.

GU-Verlag: Warum aber das Medium Buch?

Wolf-Dieter Storl: Ein Buch zu schreiben ist für mich eine Art von Abenteuerreise, eine Meditation. Auch ich weiß manchmal nicht, wo mich das Schreiben so genau hinführt. Ich beschäftige mich mit einem Thema, tauche darin ein – und komme an einer ganz anderen Stelle wieder heraus, als ich dachte. Beispiel, das Thema der sogenannten Unkräuter, Pflanzen, die viele Menschen als nichtssagend, belästigend oder überflüssig empfinden. Über die Jahre als Gärtner und Naturkundiger lernte sie kennen und lieben, und erkannte ihre Bedeutung im gesamten Natur-Kreislauf. Beim Schreiben intensivierte sich diese Erkenntnis.

GU-Verlag: Das klingt etwas esoterisch.

Wolf-Dieter Storl: Das mag so klingen: Aber klagen nicht die meisten Menschen über ihre Einsamkeit, über die Entwurzelung und ihre Entfremdung im Leben – alles zu schnell, zu oberflächlich, alles zu sehr auf Leistung ausgerichtet? Gerade ihr in den Verlagen müsstet doch auch sehen: die Bücher, die in die Tiefe gehen, die eine andere Sichtweise haben und andere Möglichkeiten bieten – die bekommen Aufmerksamkeit. Sie sprechen unsere Sehnsüchte an.

Und da ist der Garten und der Wald und seine Bewohner – Tiere, Bäume, Kräuter und eben auch die sogenannten Unkräuter – nichts anders als eine Heimstätte für unsere Seele, da finden wir uns wieder.

GU-Verlag: Und wie korrespondiert das Schreiben damit?

Wolf-Dieter Storl: Schreiben hat viel mit Konzentration zu tun, sich auf das Wesentliche fokussieren, dieses durchdringen und dann auch verständlich zu formulieren. Das ist ein Prozess, der Zeit und Muse benötigt. Diese Zeit braucht aber auch der Leser, um sich darauf einzulassen, in die jeweilige Thematik einzutauchen, um das Geschriebene zu verstehen, vor allem aber nachzuempfinden. Das Ganze ist also ein Prozess, der immer in Bewegung ist, niemals eine endgültige Antwort bietet.

GU-Verlag: Erreichen Sie interessierte Menschen über Ihre Bücher?

Wolf-Dieter Storl: Eigentlich versuche ich mit meinen Büchern, die Leserschaft mit der Natur und ihrem Selbst zu verbinden. Dazu bemühe ich mich, neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, auch traditionelle Mythen, Sagen und andere Überlieferungen aus längst vergangenen Zeiten und aus verschiedenen Kulturen, mit einzubeziehen. Die schriftlosen Ethnien lebten im innigen Einklang mit der sie umgebenden Natur, ihre Beobachtungen waren präzise. Sie brauchten keine Smartphones, denn sie konnten in Resonanz gehen und entwickelten Fähigkeiten, die uns modernen Menschen fast übersinnliche vorkommen.

So geht es mehr denn je darum, das indigene Naturwissen mit der heutigen Weltsicht zu versöhnen oder zumindest wieder ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Deswegen ist mir, als Kulturanthropologe, neben den Resultaten der Wissenschaft, auch die Naturschau der „Naturvölker“ und unserer bäuerlichen Vorfahren wichtig, um ein ganzheitliches Bild zu erlangen. Das kommt einem Bedürfnis entgegen, deswegen interessieren sich die Menschen für meine Bücher.

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