„Slow Carb“ ist das neue „No Carb“

Finde deinen Weg zur Carb-Ernährung

Die richtige hard core Diäten verteufeln Kohlenhydrate komplett; wir schreiben sie dir auf den Speiseplan. Denn: Das Geheimnis liegt in der richtigen Verwendung von Carbs. Und so machen wir aus no carbs ein no go – und zeigen dir die wahren Schlankmacher, die slow Carbs. 

Abnehmen ohne strenge Regeln, ständigen Verzicht, ewiges Magenknurren und nervigen Jo-Jo-Effekt? Eine Aufgabe, an der schon viele Diät-Jünger gescheitert sind. Deshalb differenzieren wir und zeigen dir,w as es so mit den no carbs , low carbs und slow carbs alles auf sich hat…

No, Low, Slow – Durchblick gefällig?

No, low, slow carbs – um im Kohlenhydrat-Dschungel den Überblick zu behalten, solltest du Folgendes wissen:

No Carb bedeutet, dass alle Kohlenhydrate vom Speiseplan gestrichen werden. Neben Süßigkeiten, Reis, Nudeln, Brot und Kartoffeln, gehören dazu auch alle Obst und Gemüsesorten. Du ernährst dich von Fleisch, Meeresfrüchten, Eiern und Käse – definitiv nix für Vegetarier.

Low Carb heißt, dass es kohlenhydrattechnisch langsam angeht. Zucker und Weißmehl sind tabu, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte gibt es in Maßen, Gemüse darf aufgetischt werden.

Slow Carb meint, dass die „bösen“, nutzlosen Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl aus der Küche verbannt werden. Die „guten“ Kandidaten darfst du aber essen. Haferflocken, Topinambur, Artischocken, Kichererbsen, Leinsamen, Äpfel, Beeren, Aprikosen oder Haselnüsse stecken nämlich voller Ballaststoffe und lassen den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schießen – so schützt du dich vor den gefürchteten Heißhungerattacken und bleibst länger sattt.

Warum Slow Carbs den No Carbs ihren Rang ablaufen

Wer sich No Carb ernährt, wird an Gewicht verlieren. Denn: Der Körper braucht Energie, um richtig funktionieren zu können. Bekommt er diese nicht in Form von Kohlenhydraten über die Nahrung geliefert, greift er früher oder später auf die Fettreserven zurück. Eine solche Diät durchzuhalten, ist aber gar nicht so leicht. Schließlich muss auf allerhand Köstliches verzichtet werden. Auf lange Sicht ist das unmöglich. Die Folge: Der mühsam erarbeitete Gewichtsverlust ist schnell wieder Schnee von gestern und die überflüssigen Kilos machen sich erneut durch kneifende Hosen bemerkbar. Um den Jo-Jo-Klassiker auszutricksen, hilft nur eine dauerhafte Umstellung der Ernährung. Und das klappt mit Slow Carbs einfach besser. Hier wird gesund und abwechslungsreich gekocht. Iss dich schlank und glücklich.

Die Slow Carb-Tauschbörse: Pommes vs. Gemüsesticks

Gesunde Alternative: So funktioniert die Slow Carb-Tauschbörse

Sich mit Slow Carbs zu ernähren, ist ganz einfach. Du musst nur die ungesunden Übeltäter durch gesunde Alternativen ersetzen – verzichtet wird dabei auf gar nichts. Vor allem nicht auf den Genuss. Denn: Eine Portion Pommes frites mit Ketchup und Mayo enthält Kohlenhydrate aus Kartoffelstärke, Zucker und gehärtetes Frittierfett – eine Carb- und Fett-Bombe, aber eine Leckere! Das geht nicht nur ohne Umwege auf die Hüften, sondern verstopft auch noch die Blutgefäße.

Wie wäre es stattdessen mit Gemüsesticks? Die stärkereichen Kartoffeln werden durch ballaststoffreichen Topinambur und Kürbis ersetzt. Und ein leckerer Linsendip dazu liefert dir jede Menge Eiweiß. Probiere unser Rezept einfach mal aus!

Topinambur- und Kürbis-Sticks aus dem Ofen mit Linsenketchup

Zutaten für 2 Personen:
1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g)
200 g Topinambur
4 EL Olivenöl
1⁄4 TL Currypulver
1 TL rosenscharfes Paprikapulver
Salz
100 g gelbe Linsen
400 ml Tomatensaft
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Tomatenmark
Pfeffer

Zubereitung: 10 Min.
Backen: 25 Min.
Pro Portion: ca. 585 kcal, 21 g EW, 32 g F, 50 g KH

Zubereitung:

1. Backofen auf 220° vorheizen. Den Kürbis waschen, entkernen und in fingergroße Spalten schneiden. Topinambur schälen und in Spalten schneiden. Beides mit Öl, Currypulver, 1⁄2 TL Paprikapulver und Salz mischen, die Mischung auf einem Backblech verteilen. Im Ofen (Mitte) ca. 25 Min. backen.

2. Linsen waschen und abtropfen lassen. Mit Tomatensaft in einem Topf aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze 12–15 Min. garen. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden.

3. Die Linsen mit dem Stabmixer so pürieren, dass noch ein paar Linsen erkennbar sind. Frühlingszwiebeln mit Tomatenmark und übrigem Paprikapulver untermischen. Ketchup mit Salz und Pfeffer würzen und zu den Gemüsesticks servieren.

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