Granatapfel

Wunderschöne Power-Kerne

Granatapfel – die Liebesfrucht im alten Persien. Wie aus 1000 und 1 Nacht verzaubert er durch seinen Geschmack: Die roten Kerne überzeugen durch ihr ausgewogenes Spiel an Säure und Süße. 

Der Granatapfel, von den Römern als punischer Apfel, malum granatum, spezieller dann malum punica, bezeichnet, gilt als Köstlichkeit in der nah-östlichen Küche. Als Liebesapfel hat Eva ihren Adam damit verführt, und Paris die Liebesgöttin Aphrodite damit gewählt – um so seine Helena zu gewinnen und einen jahrzehntelangen Krieg auszulösen. Tatsächlich verweist diese Frucht auf schöne und schreckliche Dinge, ihre wunderschöne Farbe lässt dann den Schmucksteins Granat leuchten. Aber da sie bei Gewaltanwendung auch kernespeiend zerplatzen kann, wurde sie zur Namensgeberin der tödlichen Granate.

 

Granatapfel – ein Superfood?

Auch die gesundheitlichen Vorzüge können sich sehen lassen: So beinhalten die Grantapfelkerne ein deutliches Mehr an Polyphenolen als beispielsweise Heidelbeeren oder Rotwein – und wurden dadurch zum Superfood. Polyphenole besitzen eine entzündungshemmende Wirkung, die unter anderem bei Diabetes mellitus, aber auch anderen autoimmunologischen Erkrankungen zum Einsatz kommen.

Unser Rezeptvorschlag

Granatapfelsirup_Prinzip Kochen_5720
© Nicky Walsh

FÜR 2 FLASCHEN À 500 ML INHALT

1 kg Granatäpfel, möglichst klein
1 Zitrone
ca.  900 g Zucker

 

30 Min. + ca. 40 Min. Kochen

ungeöffnet mindestens 6 Monate haltbar

 

Die Granatäpfel und die Zitrone halbieren und auf der Zitruspresse wie Orangen auspressen. Den gesamten Saft abmessen (ca. 600 ml) und in einen Topf geben. Die 1 1/2-fache Menge (in Gramm gemessen) Zucker unterrühren und den Saft aufkochen. Bei Mittelhitze 30 – 40 Min. kochen, bis der Saft dicklich vom Löffel tropft. Dabei immer wieder rühren. Den Saft kochend heiß in vorbereitete Flaschen füllen und sofort mit den Deckeln verschließen.

Und wie den Granatapfel zerlegen?

Die richtige (?) Granatapfel-öffne-Technik

Da gibt es nicht die EINE Wahrheit. Die einen schwören darauf, die Frucht quasi über den Äquator zu halbieren und dann mit einem Holzlöffel die Kerne aus den Hälften in eine große Schüssel herauszuklopfen. Wieder anderen halbieren die Frucht und drücken die Kerne aus den zahlreichen Kammern unter Wasser aus – das Spritzen soll so unterbunden werden. Wieder andere nehmen sich – Kammer für Kammer – dem Innenleben eines Granatapfels an. Wie auch immer: Ein bisserl Arbeit ist es eben schon! Aber es lohnt auf alle Fälle!

 

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