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Diabetes mellitus

Was man bei Diabetes Typ 2 selbst in der Hand hat

Immer mehr Menschen bekommen ab dem ca. 45. Lebensjahr die Diagnose Diabetes mellitus, bekannt auch als Zuckerkrankheit, Diabetes Typ 2, früher auch Altersdiabetes genannt.

Diabetes mellitus – eine Zivilisations-Krankheit

Als 1946 in Hamburg ein Medizin-Professor seinen Studenten anhand eines Patienten Diabetes erklärte, meinte er im selben Atemzug, dass sie sich diese Erkrankung nicht merken müssen; sie sei so selten, dass sie ihnen wohl kaum im Leben je begegnen werde. Heute sind schätzungsweise ca. 7 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt – 90 Prozent davon haben den Diabetes mellitus, also den Typ-2-Diabetes.

Was passiert in unserem Körper?

Diabetes Typ 2 bezeichnet eine Stoffwechselstörung, die sich zu einer chronischen Erkrankung ausgewachsen hat. Es gibt verschiedene Formen von Diabetes – die bekanntesten und am häufigsten vorkommende ist die des Diabetes mellitus, Typ-2-Diabetes.

Im Körper passiert folgendes: Das lebensnotwendige Hormon Insulin, in der Bauspeicheldrüse produziert, ist für den Transport des aus der Nahrung gewonnen Zuckers verantwortlich. Es bringt diesen zu den Zellen und befördert ihn in diese hinein, quasi als Türöffner oder Schleusenwärter. Bei einem Diabetes mellitus sind die Zellen quasi immun gegen das Anklopfen des Insulins – sie lassen somit den Zucker nicht mehr hinein. Der Zucker verbleibt im Blut und erhöht damit schnell den Blutzuckerspiegel, was letztlich zu Schädigungen im Körper führt. Ist dieser Prozess nachhaltig gestört oder gar zerstört, spricht man von der sogenannten Insulinresistenz.

Außerdem ist oftmals die Folge, dass die Bauspeicheldrüse das Hormon Insulin dann gar nicht mehr produziert oder nur noch in geringen Mengen – es somit also zu einem absoluten Insulinmangel im Körper kommt. Die Therapie sieht dann zwingend die Gabe von Insulin vor den Mahlzeiten vor, damit der aus der Ernährung gewonnene Zucker auch in die Zellen eingeschleust werden kann und diese versorgt. Daher wird diese Krankheit auch Zuckerkrankheit genannt. Bekamen früher eher ältere Menschen einen Diabetes, so leiden heute auch schon viele jüngere Menschen, sogar Kinder am Typ-2-Diabetes.

Hauptursache von Diabetes mellitus

Neben der genetischen Veranlagung haben Menschen mit starkem Übergewicht und wenig Bewegung ein hohes Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken. Wenn also ein Mensch ein Zuviel an Fett einlagert, wird das gesamte Stoffwechselsystem, das den Blutzucker senkt, überlastet. Es kommt zu einer Leistungsminderung und der Blutzucker steigt kontinuierlich an. Das Insulin schafft es nicht mehr, den Blutzuckerspiegel auf Normalniveau zu halten.

Insulin-Weg

Symptome und Diagnose von Diabetes mellitus

Eine Diabetes mellitus Diagnose gehört in die Hand eines Arztes! Selbst kann man zwar Symptome wie Müdigkeit, vermehrter Durst und ein allgemein schwaches Immunsystem, sprich eine hohe Infektanfälligkeit, ausmachen und auch einen Diabetes-Test aus der Apotheke durchführen. Seriös diagnostizieren kann diese Erkrankung aber nur ein Arzt mit entsprechenden Untersuchungen. Sein Hauptaugenmerk wird auf den Werten des Blutzuckerspiegels liegen und der damit verbundenen Insulin-Ausschüttung. Auch andere Erkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, allgemeine Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Adipositas können zum Krankheitsbild eines Diabetiker dazugehören. Und nur der behandelnde Arzt kann die entsprechende Therapie für den Patienten entwickeln.

Extra: Was ist Diabetes Typ 1

Bei einer Klassifizierung Diabetes Typ 1 liegt eine komplett andere Ausgangssituation vor. Eine zumeist genetisch veranlagte Fehlprogrammierung des Immunsystems bedingt, dass der Körper die eigene Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse hemmt oder gar komplett unterbindet. Der Körper benötigt für seine Existenz die Gabe von Insulin, damit die Zellen den verstoffwechselten Zucker aus dem Blut aufnehmen können. Diese Erkrankungsform kann bereits in frühen Kindheitstagen entstehen; eine lebenslange Insulineinnahme ist zwingend erforderlich.

Therapie – was macht man bei Typ-2-Diabetes

Lange Jahre war das Spritzen oder die Tabletteneinnahme von Insulin, also eine ausschließlich medikamentöse Therapie, die einzig probate Behandlung von Diabetes. Diese konventionelle Insulintherapie wird heute oftmals begleitet von weiteren Therapien, den sogenannten Disease-Management-Programmen begleitet. Manch ein Typ-2-Diabektiker kann sogar auf eine Insulin-Gabe weitgehend verzichten, wenn er sein Gewicht reguliert hat und sich strikt an seinen Ernährungsplan hält.

Start in die Therapie

Wird Diabetes Typ 2 diagnostiziert, wird dem Patienten erst einmal eine Diät empfohlen. So gut wie jeder neue Diabetiker muss erst einmal abnehmen, zumindest aber seine Ernährung komplett umstellen. Begleitend muss ein Diabetiker ein regelmäßiges Bewegungsprogramm in sein Leben integrieren.

Frau mit Apfel und Donut

Die gängigsten Tipps, seinen Diabetes mellitus selbst in den Griff zu bekommen bzw. eine verordnete Therapie zu begleiten:

  • Gewichtreduktion
  • Ernährungsumstellung auf 2 bis 3 Mahlzeiten am Tag, kein Snacking zwischendurch
  • Bewegung und nochmals Bewegung
  • Stress vermeiden und ausreichend schlafen

Welche Ernährung soll es sein?

Bloß keine Diät! Verbote gehen schnurstracks in Richtung Psyche – und die bestraft ein jedes zwanghafte Verbot mit doppelter Überschreitung!

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Hinweisen für eine durchführbare Ernährungsumstellung mit entsprechenden Tagespläne. Wichtig ist eine ausreichend lange Pause zwischen den Mahlzeiten einzuhalten – 5 Stunden sollten es schon sein. Die Mahlzeiten sollten dann aus einer ausgewogenen Mischung aus Eiweiß, guten Fetten und ballaststoffreichen Kohlenhydraten bestehen. So wenig Zucker und Weißmehlprodukte wie möglich!

Der Körper ist nach einer solchen Mahlzeit erst einmal beschäftigt, die Nahrung aufzuspalten und in Zucker umzubauen. Da das bei solchen Lebensmitteln länger dauert, ist der Anstieg des Insulinspiegels im Körper eher gemäßigt – wie auch sein Abfall. Dies ist bei raffinierten Zucker- und Weißmehlprodukten nicht der Fall: Das Insulin steigt steil an und fällt ebenso schnell wieder ab. Heißhunger entsteht! Ein Diabetiker hat aber eben nicht die Menge an Insulin, um den „schnellen“ Zucker in die Zellen zu transportieren: ein Übermaß an Zucker verbleibt im Blut. Und schädigt den Körper.

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