Low-Carb-Weihnachtsmenü

Schlemmen ohne Sünde: So vermeiden Sie den Weihnachtsspeck

Erst wird sich der Bauch mit Braten, Plätzchen & Co. vollgeschlagen und dann kneift nach den Feiertagen plötzlich die Hose? Ach ja ... jährlich grüßt der Weihnachtsspeck! Wie Sie der Zunehm-Falle dieses Jahr entgehen? Mit unserem Low-Carb-Weihnachtsmenü.

Die Low-Carb-Diät – also der Verzicht auf klassische Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis, Kartoffeln und stärkehaltiges Gemüse – lässt Pfunde nicht nur purzeln, wenn sie sich bereits auf der Waage und als Rettungsring am Bauch bemerkbar gemacht haben. Dieses Ernährungskonzept funktioniert prima, um Fettpolstern vorbeugend gar keine Chance zu geben. Und das Beste: Auf Genuss müssen Sie hier nicht verzichten. Auch ohne Dickmacher auf dem Speiseplan wird das Menü zu etwas Besonderem – wunderbar lecker und sehr fein. Alle low-carb-tauglichen Rezepte, mit denen Sie Ihre Familie glücklich und ordentlich Eindruck machen, finden Sie in „Low Carb vom Feinsten“. Mit diesem Kochbuch beweisen Sie allen, wie unglaublich gut Low-Carb schmeckt.

Low-Carb-Weihnachtsmenü: Tipps & Tricks aus "Low Carb vom Feinsten"

Tipps für das Low-Carb-Weihnachtsmenü
(c) Julia Hoersch

1.) Appetizer
Sie möchten schon vor dem Start ein paar kleine Appetizer servieren? Verzichten Sie auf Brot – das liefert nur Kohlenhydrate und macht außerdem viel zu früh satt. Setzen Sie lieber auf Low-Carb-Snacks. Ungewöhnliches, das Ihre Gäste garantiert nicht jeden Tag essen, wird sie sofort begeistern: Kale-Chips, Cashew- oder Pecannüsse, mit Mandeln gefüllte grüne Oliven, Edamame, Parmesancracker oder Kirschtomaten.

2.) Getränke
Wer sich streng low carb ernährt, verzichtet komplett auf alkoholische Getränke. An den Feiertagen dürfen Sie aber Ausnahmen machen. Wählen Sie zum Anstoßen einen Schaumwein "brut nature" (naturherb), oder "extra brut" (extra herb). Hier hält sich die Restsüße in Low-Carb-freundlichen Grenzen. Bei der Weinauswahl orientieren Sie sich am besten an trockenen Weinen aus Italien, Frankreich oder Spanien. Sie weisen pro Liter maximal 2 g Restzucker auf, Weine aus Deutschland und Österreich bei hohem Säuregehalt bis zu 9 g.

3.) Käse zum Schluss
Ob Appenzeller, Brie oder Cheddar – Käse enthält keine Kohlenhydrate. Sie können diese No-Carb-Produkte also gerne zum Abschluss Ihres Menüs servieren. Stellen Sie eine Platte mit verschiedenen Sorten nach persönlicher Vorliebe zusammen.

Rezepte für das Low-Carb-Weihnachtsmenü

Wildpilzconsommé mit Miso, Tofu, Kombu und Gänsebrust
(c) Julia Hoersch

Wildpilzconsommé mit Miso, Tofu, Kombu und Gänsebrust

Surf & Turf vom Feinsten: Algen und Pilze, beide kräftig im Geschmack, treffen aufeinander. Das einzigartige Aroma kommt aber von der geräucherten Gänsebrust.

Zutaten für 2 Personen:
200 g Waldpilze (z. B. Maronen,
Egerlinge, Pfifferlinge)
2 EL neutrales Öl
1 EL Misopaste
1 TL Sesampaste
50 g Kombu-Algen
100 g Tofu
8–10 frische Mini-Maiskolben
100 g geräucherte Gänsebrust
Salz

40 Min. Zubereitung
Pro Portion ca. 315 kcal, 21 g EW, 17 g F, 16 g KH

Zubereitung:
1.) Die Waldpilze mit einem feuchten Tuch oder Pinsel säubern, die trockenen Schnittstellen abschneiden und die Pilze vierteln.

2.) Das Öl in einem Topf erhitzen und die Pilze darin 5 Min. bei großer Hitze anschwitzen. 200 ml Wasser angießen, den Topfinhalt aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Min. köcheln lassen. Nun weitere 200 ml Wasser angießen und die Suppe mit Miso- und Sesampaste abschmecken.

3.) Algen in einer Schüssel mit kaltem Wasser bedecken und 10 Min. einweichen. Inzwischen den Tofu in 1 cm große Würfel schneiden. Die Algen ausdrücken, mit dem Tofu zur Suppe geben und darin 5 Min. ziehen lassen.

4.) Inzwischen die Maiskolben längs halbieren. Die Gänsebrust in hauchdünne Scheiben schneiden. Beides in die Suppe geben und diese mit Salz würzen. Die Consommé auf zwei tiefe Teller verteilen und servieren.

Gefülltes Schweinekotelett mit Chimichurri und Bratapfel
(c) Julia Hoersch

Gefülltes Schweinekotelett mit Chimichurri und Bratapfel

Super einfach: Zum Schluss kommt beides aus dem Ofen. Beim Schwein sollte es schon ein Duroc, Mangalica oder ein Hällisches sein, mit einer ordentlichen Schwarte.

Zutaten für 2 Personen:
200 g Topinambur
1 Schalotte
2 EL Olivenöl
Salz
3 junge Knoblauchzehen
4 Stängel Petersilie
4 frische rote Chilischoten
Saft von 1 Zitrone
4 mittelgroße Äpfel (z. B. Gala oder Boskop)
4 Koteletts vom Hällischen, vom Duroc- oder Mangalica-Schwein (je ca. 250 g)
80 g Butter
4 Zahnstocher

40 Min. Zubereitung
Pro Portion ca. 460 kcal, 26 g EW, 29 g F, 17 g KH

Zubereitung:
1.) Für das Chimichurri den Topinambur und die Schalotte schälen und in sehr kleine Würfel schneiden. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und beides darin mit etwas Salz goldbraun rösten.

2.) Den Knoblauch schälen. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Chilischoten längs halbieren, putzen, entkernen und waschen. Den Knoblauch, die Petersilienblättchen und die Chilihälften fein hacken und mit der Schalotten-Topinambur-Mischung vermengen. Das Chimichurri mit dem Zitronensaft marinieren.

3.) Die Äpfel waschen, abtrocknen und die Kerngehäuse mit einem runden Ausstecher entfernen. Den Backofen auf 180° vorheizen.

4.) Die Koteletts trocken tupfen und seitlich eine Tasche einschneiden, sodass die Öffnung kleiner als die Tasche ist. Dann etwas von dem Chimichurri in die Taschen stecken und diese, wenn nötig, mit je 1 Zahnstocher verschließen. Anschließend die gefüllten Koteletts leicht salzen.

5.) Die Äpfel in eine feuerfeste Form setzen. Das restliche Chimichurri in die Äpfel füllen und die Butter in Flöckchen darauf verteilen. Die Äpfel im heißen Backofen (Mitte) ca. 20 Min. backen, bis die Äpfel weich sind.

6.) Inzwischen das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Koteletts darin in je 2 Min. von beiden Seiten scharf anbraten, dann noch 10 Min. zu den Äpfeln in den Ofen stellen und ziehen lassen, dazu die Ofentemperatur auf 170° reduzieren. Koteletts und Bratäpfel auf vier Tellern anrichten und servieren.

Tonka-Quark-Soufflé mit Früchte-Deko
(c) Julia Hoersch

Tonka-Quark-Soufflé mit Früchte-Deko

Was für ein Angeber! Parfümiert sich mit herb-süßem, üppigem Aroma. Plustert sich hinter verschlossener Tür unglaublich auf. Macht dann einen auf heißer Verführer. Und wir? Lieben ihn dafür!

Zutaten für 4-6 Personen:
2 Eier (Größe L)
Salz
1 1⁄2 EL Rohrohrzucker
knapp 1⁄2 Tonka-Bohne
150 g Magerquark
gut 1⁄2 EL Speisestärke
1 Prise Zimtpulver
1 Spritzer Zitronensaft
Früchte der Saison zum Garnieren
(z. B. 1 kleine Orange, 1 Kiwi)
Puderzucker zum Bestäuben
(nach Belieben)
4–6 kleine Souffléförmchen
mit 8–10 cm Ø
flüssige Butter und feinstes
Mandelmehl für die Form

30 Min. Zubereitung
Pro Portion (bei 6) ca. 85 kcal, 6 g EW, 3 g F, 8 g KH

Zubereitung:
1.) Die Förmchen sehr gut mit Butter auspinseln und mit Mandelmehl bestreuen. Den Backofen auf 200° (Umluft nicht geeignet) vorheizen.

2.) Die Eier trennen. Die Eiweiße mit 1 winzigen Prise Salz sehr steif schlagen, dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen.

3.) Die Tonka-Bohne wie eine Muskatnuss auf einer sehr feinen Reibe abreiben. Es wird ca. 1⁄4 TL Abrieb gebraucht.

4.) Die Eigelbe mit dem Tonka-Abrieb, Quark, Speisestärke, 1 Prise Zimt und dem Zitronensaft glatt rühren. Den Eischnee auf die Masse geben und dann vorsichtig mit einem Teigspatel unterheben.

5.) Die Förmchen bis knapp unter den Rand mit der Quark-Eier-Masse füllen und im heißen Backofen (unten) 12–15 Min. backen und aufgehen lassen. Die Backofentür auf gar keinen Fall öffnen!

6.) Inzwischen für die Garnierung die Orange großzügig schälen, sodass auch die weiße Haut komplett entfernt wird. Mit einem spitzen Messer die Orangenfilets aus den Trennhäuten auslösen. Die Beeren verlesen. Die Kiwi schälen, längs halbieren und quer in dickere Halbkreise schneiden.

7.) Die aufgegangenen Tonka-Soufflés aus dem Ofen nehmen, an den Rand eines Tellers setzen, nach Belieben hauchdünn mit Puderzucker bestäuben, die Früchte daneben anrichten und das Dessert sofort servieren.

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und guten Appetit!

Buch-Tipp
Low carb, aber »oho«: Genussrezepte zum Verwöhnen und Beeindrucken von Gästen oder zum selber genießen.
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