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Glück

»Glücklich zu sein ist Sinn und Zweck des Lebens, das ganze Bestreben und Ziel der menschlichen Existenz.«

Aristoteles

Der Mensch strebt nach Glück und das meist sein ganzes Leben lang; das ist seine Natur. Wir alle wollen glücklich sein und sehen das Erlangen von Glück als eines unserer wichtigsten Ziele im Leben, als den eigentlich Sinn unseres Daseins. Was aber genau bedeutet Glück? So viele Menschen beschäftigen sich damit, woher es kommt, wie wir es erlangen können, was eigentlich genau in unserem Körper und Kopf abläuft, wenn wir das Gefühl haben, glücklich zu sein? Viele Menschen berichten über ihren Weg, aus Lebenskrisen heraus – und wie sie erst durch diese Erfahrungen ihr persönliches Lebensglück gefunden haben. Für andere ist der Zufall, der da scheinbar so plötzlich daherkam, ganz entscheidend. Die vielen Berichte und Beispiele aus dem Leben anderer Menschen zeigen, wie vielschichtig Glück angesehen werden kann: Was für den einen Menschen gilt, ist nicht automatisch übertragbar für einen selbst. Dennoch gibt es Übereinstimmungen.

Lebenskrisen meistern

Darin sind sich viele Glücksforscher einig: Glück für sich zu erkennen, vermag der Mensch oftmals erst, wenn er in seinem Leben eine Phase der Krise erlebt und erlitten hat. Erst die Absenz vom Zustand des glücklichen Lebens zeigt uns, was es mit Glück, mit unserem subjektive Wohlbefinden, mit einem positiven Denken vom Leben auf sich hat. Was aber heißt konkret, unglücklich sein? Ganz klar: Wenn wir einen lieben Menschen verloren haben, wenn Beruf, Familie, soziales Leben zusammenbrechen – das sind harte Faktoren, bei denen das Glück natürlich verloren geht. Aber es gibt auch viele Menschen, die sich als unglücklich beschreiben, obwohl sie alles diese Dinge und Zustände haben.

Da stellen sich Spezialisten dieses Themas, Michaela Merten und Pierre Franck, renommierte Glücksforscher der Positiven Psychologie, die Frage, hat der Mensch denn überhaupt die Gabe, glücklich zu sein? Oder ist sind einige Menschen nicht eher geneigt, das Unglücklichsein in sich zu tragen?

Liebt der Mensch die Irrwege des Lebens?

Das fragt Dr. Gerald Hüther, Professor der Neurobiologie. Er plädiert für einen respektvollen und achtsamen Umgang miteinander, der uns ermutigt, mehr auf die inneren Antriebskräfte des Menschen zu schauen, als auf Äußerlichkeiten. Und er verknüpft Verhalten mit biologischen Prozessen im Gehirn: Was erzeugt eigentlich Glücksgefühl in unserem Gehirn? Welche Hormone und Botenstoffe spielen dabei eine Rolle? Und wie kann man Prozess im Hirn „umbauen“, also aktivieren und so eine Zufriedenheit und letztlich ein Glücksgefühl auslösen.

Deine bewusste Entscheidung und der Umweg über unsere Kindheit

Robert Betz gibt dir Werkzeuge an die Hand, wie man sich sein Leben bewusst gestaltet, er bezeichnet es als einen Schöpfungsprozess, den ein jeder Mensch durchführen kann und sagt „Lebensglück ist keine Glückssache!“. Stefanie Stahl verweist darauf, dass man sich selbst in seine Zeit versetzen sollte: seine Kindheit, seine Beziehungen darin und welche Glaubenssätze ein jeder von uns darin erworben hat. Erst wenn man erkannt hat, welche Komponenten in uns selbst, einem glücklichen Leben im Wege stehen, kann man diese angehen und umwandeln in ein anderes Moment. „Ertappen und umschalten“ nennt die  Bestseller-Autorin das, die uns mit ihren Büchern ermuntert, uns nochmals als Kind zu betrachten, Wege dieser Phasen zu erkennen und sie mit Verzeihung und Liebe zu beleuchten. Auch der bekannte Kinderbuchautor Thomas Brezina beleuchtet Zufriedenheit und Glück aus Kinderaugen heraus und weiß, das es für das große Glück manchmal nur kleine Zuwendungen braucht.

Zwei Seiten einer Medaille – ergeben eine Medaille

Man kann es auch als das Yin und Yang bezeichnen oder ganz allgemein – weiß gibt es nicht ohne schwarz, gut nicht ohne böse. So ist es auch mit der Sichtweise, die wir auf unser Leben und damit auch auf unser Glück und glücklich sein haben. Laura Malina Seiler erzählt unterhaltsam in schönen Parabeln, wie wir erst dann zu unserer inneren Mitte finden – und damit die Voraussetzung für ein zufriedenes glückliches Leben schaffen – wenn wir um alle Seiten unseres Selbst wissen und diese akzeptieren.

Wandlungen durchlaufen

Um ein wirkliches tief empfundene Glück in seinem Herzen zu spüren, bedarf es des Schmerzes – wie oben ja schon beschrieben. Aber wir können Schmerz ganz aktiv in etwas Positives umwandeln, wie die Psycho- und Traumatherapeutin Dami Charf weiß. Und dann sind wir auch in der Lage, komplexe emotionale Erfahrungen als Bereicherung zu empfinden, wenn wir sie als Bestandteil des eigenen Lebens akzeptieren. Wir lernen aus ihnen, wandeln sie um und integrieren sie in unser Leben.

Freude, Spaß und Happiness – und auch Geld

Einigen sind diese Begriffe zu oberflächlich. Aber sie gehören zum Thema Glück, zu unserem Glücksgefühlen und einem guten Leben dazu. Ja, wir wollen und wir brauchen Freude und Spaß. Das ist wichtig: Lachen ist wichtig, eine positive Sichtweise auf das Leben ist wichtig, um glücklich zu sein. Die berühmte rosarote Brille – über sie schreibt Susan Sideropoulos offen, ehrlich und von Herzen. Diese Form der Selbstfürsorge, sich etwas Gutes tun, für ein Hoch am Tag zu sorgen, um das eigene Wohlbefinden täglich zu spüren – darüber weiß die „Glücksdetektivin“ Katharina Tempel nur zu gut Bescheid.

Auch die finanzielle Absicherung gehört dazu: Viele spüren das in den jetzigen Zeiten mehr denn je. Es geht nicht um Reichtümer – es geht um das Gefühl der Sicherheit und um Zufriedenheit im Arbeitsleben. Vielen ist es wichtig, in ihrer täglichen Beschäftigung Sinnhaftigkeit zu haben und etwas zu tun, für das sie brennen – auch das gehört zum glücklich sein dazu.

Das stille Glück

Davon spricht die Künstlerin Julia Engelmann dann noch intensiver, so wie auch die renommierte Beziehungs-Coachin Eva-Maria Zurhorst. Die innere Einkehr, die Suche in sich, was eine positive Emotion auslöst. Weniger sachlich gesprochen: es sind die kleinen Dinge im Leben, an denen man sich erfreuen kann und sollte, die man mit Dankbarkeit und Achtung wahrnehmen und erfahren kann. Anhand persönlicher Beispiele wird klar, dass Glück in uns wohnt – und wir es selbst in der Hand haben.

»Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt« – am besten mit einem anderen Menschen.

Und Beziehungen?

Der Mensch ist ein Herdentier. Einen Partner, eine Partnerin fürs Leben, den guten Freund, die gute Freundin sind für uns alle sehr bedeutsam. Gerade jetzt in der Corona-Zeit, vermissen die meisten von uns die sozialen Beziehungen, besonders die Singles in der Bevölkerung.

Auch Kinder zu haben, ist eine Form von Glück, denn es ist bereichernd zu sehen, wie direkt sie mit dir, als Mutter oder Vater, kommunizieren wollen – und es bei Bedarf lautstark einfordern. Nicola Schmidt, Vordenkerin der aktuellen Erziehungsdebatten, weiß wovon sie spricht.

Mit einem Menschen Zeit verbringen, sich von ihm verstanden zu wissen und ihn zu verstehen – das schafft Nähe und ein wohliges Gefühl der Vertrautheit. Komponenten eines glücklichen Zustandes. Wir alle wissen, auch Beziehungen wollen gepflegt sein, bedeuten „Arbeit“, Auseinandersetzungen, Kompromisse finden und sich zueinander hinbewegen. Auch das ist Glück: mit einem anderen Menschen auf dem gleichen Weg zu sein.

»Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich sein ist der Weg.« – Buddha

In den Büchern unsere Autor*innen, alle miteinander Expert*innen auf ihren Gebieten, findest du Lebensberichte, Beispiele und Wege, wie ein jeder Mensch sein persönliches Glück in dieser Welt finden kann.

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Frau hält 4-blättriges Kleeblatt in der Hand + Cover 12 Glücksbringer

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Ein Band des Glücks

Ein Buch mit 12 Formeln und unser einzigartiger Glücks-Kongress

Oft befinden wir uns in einem Teufelskreis aus negativen Gedanken und Ereignissen. Gerade jetzt in der Corona-Krise geht es vielen Menschen so: Eigentlich wünschen wir uns alle trotzdem Optimismus, innere Stärke und Resilienz. Doch woher nehmen wir dazu das Selbstvertrauen und die Kraft?

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Susan Sideropoulos

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Setz die rosarote Brille auf!

Eine Reise zu den inneren Quellen des Glücks mit der Schauspielerin und Moderatorin Susan Sideropoulos

Misserfolge im Job, Liebe weg oder sonst eine Krise oder Enttäuschung, die dein Leben komplett durcheinanderwirbelt? Wenn dann jemand folgenden Satz sagt, kann das erst richtig nerven: „Irgendwann wirst du wissen, wofür es gut ist…“

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Meditation-vor-Sonnenuntergang

Unser Beitrag

Die Quellen des Glücks

Reise mit Dami Charf

Was ist wichtig für ein erfülltes Leben? Nach Geborgenheit sehnt sich wohl jeder Mensch. Doch was gehört dazu, damit wir uns rundum wohlfühlen, mit uns selbst und der Umwelt im Reinen sind? Die Bestsellerautorin und Therapeutin Dami Charf hat drei Quellen des Glücks ausgemacht: Sie zeigt dir, wie du in Krisen und stürmischen Zeiten daraus Kraft schöpfen kannst.

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