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Blechkuchen

Blechkuchen-Rezepte von einfach bis raffiniert – aber immer lecker!

Blechkuchen haben Konjunktur – gerade wenn es Obst in Mengen gibt. Fruchtige Blechkuchen mit Apfel und Zwetschgen (der berühmte Zwetschgen-Datschi!) sind im Herbst besonders beliebt. Aber auch Streuselkuchen, die klassischen Butterkuchen oder Käsekuchen vom großen Blech sind sehr begehrt.

Zwar gelten Blechkuchen nicht gerade als Back-Kunstwerke. Aber: Sie sind praktisch, man kann viele Süßschnäbel damit beglücken, sie sind leicht mitzunehmen (für ein Picknick, als Mitbringsel oder für kuchenhungrige Kolleg*innen)  und sie bieten eine ungeahnte saftige Vielfalt an Rezepten. Blechkuchen-Rezepte, gerade mit einem einfachen Rührteig können unglaublich fantasievoll und lecker sein!

Was unterscheidet Blechkuchen von anderen Kuchen?

Erst einmal das Rezept, jedenfalls die Menge. Sie sind in aller Regel nicht so hoch gebacken und geschichtet. Die Grundlage, der Teigboden – zumeist Hefeteig oder ein einfacher Rührteig – , wird mit dem entsprechenden Belag, manchmal noch mit Streuseln aus Butter versehen – und dann eben gebacken. Meistens sind das dann relativ einfache Rezepte, die Kuchen benötigen nicht die Aufwendung und Zeit – und das Ergebnis ist trotzdem fantastisch. Aber wer ein wahrer Backkünstler ist, der kann dann auch einen Blechkuchen zu einem Kunstwerk erklären – mit natürlich köstlichem Resultat. Kreationen mit Joghurt und Marzipan, Kirschkuchen mit Schoko verfeinert oder einfach nur knusprige Streuselkuchen können, richtig gebacken, ein kulinarischer Traum sein.

Die berühmtesten Vertreter der Blechkuchen sind die Vielzahl an Apfelkuchen, der herbstliche Zwetschgendatschi, ein klassischer Käsekuchen (oft noch angereichert mit Obst) oder der russische Zupfkuchen. Gerne wird auch ein saftiger Kirsch-Schmand-Blechkuchen gebacken. Und dann gehören natürlich Bienenstich, Dresdner Eierschecke und Donauwelle zu den besten Rezepten unter den Blechkuchen.

Für Blechkuchen gibt es eine Reihe von Teigen, die gut funktionieren: Ein klassischer knuspriger Mürbeteig, ein fluffiger Biskuitboden oder ein einfacher Rührteig. Möchte man aber einen wirklich klassischen Zwetschgendatschi oder Streuselkuchen vom Blech haben, dann muss die Basis ein Hefeteig sein. Hefe ist ein bisschen eigen, aber mit dem richtigen Rezept und entsprechendem Umgang eigentlich ganz einfach zuzubereiten.

Der Hefeteig – so gelingt er:

01_Blechkuchen_1_Hefeteig

1) Die zimmerwarme Hefe auf dem Mehl zerkrümeln. Lauwarme Flüssigkeit zugießen und alles schnell verrühren. Manchmal wird 1 Prise Salz oder Zucker zugegeben – das mögen die Hefeteigbakterien gerne.

02_Blechkuchen_2_Hefeteig

2) Die mit Flüssigkeit verrührte Hefe an einem warmen Ort gehen lassen. Wenn sie Blasen schlägt, ist sie auf dem besten Weg. Dann den Vorteig mit dem restlichen Mehl verrühren.

03_Blechkuchen_Hefeteig

3) Den Teig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde zugedeckt gehen lassen. Die Hefe macht die Arbeit! So sieht dann ein schön aufgegangener, luftiger Hefeteig aus. Bereit, um auf das Blech zu wandern!

Unser Klassiker Rezept, passend zur Jahreszeit: Zwetschgendatschi mit Hefeteig

Blechkuchen_ZWETSCHGENKUCHEN

Zutaten

Für den Teig:
220 ml Milch
50 g Butter
1 Bio-Zitrone
500 g Weizenmehl (Type 405)
21 g frische Hefe
2 zimmerwarme Eier (M)
50 g Feinkristall-Zucker
Salz

Für den Belag:
2 kg reife Zwetschgen
30 g Mandelstifte
Puderzucker zum Bestreuen

Für die Streusel:
150  g Weizenmehl (Type 405)
80 g kalte Butter
70 g Feinkristall-Zucker
10 g Vanillezucker
1 Prise Zimtpulver
Salz

Außerdem:
Mehl zum Arbeiten
Fett für das Blech (30 × 35 cm)

Benötigte Zeit: 45 Min. Zubereitung, 1 Std. 30 Min. Gehen, 30 Min. Backen

 

Zubereitung:

1. Die Milch in einem kleinen Topf bei geringer Hitze lauwarm erwärmen. Die Butter in einem weiteren Topf bei geringer Hitze zerlassen. Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben.

2. Für den Vorteig das Mehl in eine Schüssel sieben und mittig eine Mulde formen. Die Hefe in 100 ml von der erwärmten Milch auflösen und in die Mulde geben. Etwas Mehl vom Rand darüber stäuben. Den Vorteig mit einem feuchten Tuch bedecken und an einem warmen Ort ca. 15 Min. gehen lassen.

3. Übrige Milch, zerlassene Butter und Zitronenschale mit Eiern, Zucker und 1 Prise Salz zum Vorteig geben und in der Küchenmaschine in 10–12 Min. zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf esslöffelweise Milch nachgeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Den Teig mit einem feuchten Tuch bedecken und ca. 1 Std. an einem warmen Ort gehen lassen.

4. In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, an den Enden über Kreuz einschneiden, dabei auf einer Seite halbieren, sodass die Viertel an der Haut noch zusammenhängen. Den Stein herausnehmen.

5. Für die Streusel das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben. Butter in Würfeln, Zucker, Vanillezucker, Zimt und 1 Prise Salz darüber verteilen. Die Zutaten mit einer Teigkarte verhacken und dann mit den Fingern rasch zu Krümeln zerreiben. Die Streusel kühl stellen.

6. Den Backofen auf 200° vorheizen. Das Blech fetten und mit Mehl einstäuben. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe des Bleches ausrollen, hineinlegen und mit einer Gabel mehrmals einstechen.

7. Den Teig dachziegelartig und eng aneinander liegend mit Zwetschgen belegen. Streusel und Mandelstifte darüber verteilen und den Kuchen weitere 15 Min. gehen lassen.

8. Den Datschi im heißen Ofen (Mitte) in ca. 30 Min. goldbraun backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und noch lauwarm mit Puderzucker bestreuen.

Rezept für einen saftigen Blechkuchen: Schoko-Kirsch-Kuchen

Blechkuchen_KIRSCH_SCHOKO_KUCHEN

Zutaten

Für den Mürbeteig
300 g Mehl
30 g Kakaopulver (oder ein Schokoladen-Pulver)
Salz
200 g Butter
100 g Puderzucker
1 Ei (M)

Für die Creme
2 Gläser Sauerkirschen (à 350 g Abtropfgewicht)
1/2 Bio-Zitrone
450 g Schmand
450 g Magerquark
120 g Puderzucker
1 Pck. Vanillezucker
5 Eier (M)

Außerdem:
1 Blech (41 x 35 cm)
Butter für das Blech
Mehl zum Arbeiten

1. Mürbeteig: Mehl, Kakao und 1 Prise Salz in einer Schüssel mischen. Butter in Würfel zufügen und mit den Knethaken des Handrührgeräts krümelig untermischen. Puderzucker und Ei zugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt für ca. 1 Std. kühl legen.

2. Vorbacken: Backofen auf 180° vorheizen. Das Blech fetten und mit Backpapier auslegen. Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn auf Blech-Größe ausrollen und auf das Backpapier legen. Mit den Fingern rundherum einen Rand formen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und im Backofen (Mitte) ca. 10 Min. vorbacken.

3. Creme: In der Zwischenzeit die Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen. Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und ca. 2 TL Schale fein abreiben. Die Zitronenschale mit Schmand, Magerquark, Puderzucker, Vanillezucker und Eiern zu einer glatten Creme verrühren.

4. Fertigstellung:  Den Mürbeteigboden aus dem Backofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann mit der Creme bestreichen. Zuletzt die Sauerkirschen gleichmäßig darauf verteilen und den Kuchen weitere 35-40 Min. backen. Herausnehmen, auf einem Küchenrost abkühlen lassen – und dann frisch essen und genießen.

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